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© Adrian Almasan

Falstaff Barguide 2025: Die besten Bars und Bartender Österreichs

Barguide 2025

Mixology auf höchstem Niveau, perfekt ausbalancierte Longdrinks und eine wohlkuratierte Weinauswahl – Falstaff präsentiert die Crème de la Crème der österreichischen Barszene.

Über 2300 Cocktailbars und 700 Weinbars aus dem deutschsprachigen Raum standen für die Bewertung durch die Falstaff-Community zur Wahl. Die insgesamt 850 Cocktailbars und 440 Weinbars mit den besten Bewertungen haben es in diesen Guide geschafft. Die Besten der Besten ergeben sich sowohl aus den Abstimmungen einer leidenschaftlichen Falstaff-Community sowie der Expertise unserer Fachjury.

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Der neue Falstaff Barguide ist ab sofort im Online-Shop und als E-Paper erhältlich.

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In verschiedenen Kategorien, darunter »Gastgeber des Jahres«, »Innovativster Bartender« und viele mehr, wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen. Die besten Bars des Landes werden in Cocktail- und Weinbars bewertet. Falstaff gratuliert allen Ausgezeichneten 2025!

Top-Bewertungen

DIE BESTEN COCKTAILBARS

DIE BESTEN WEINBARS

Die besten Cocktailbars 2025

Die Sieger im Überblick

American Bar

»Tür 7«, Wien & »Dino's Apothecary«, Wien 

Dem Anspruch, immer noch besser zu werden, folgt Ausdauersportler Geri Tsai seit Jahren. Der dezente Umbau der Bar schafft etwas mehr Raum, was dem einstigen Geheimtipp guttut. Denn damit bleibt die Entspanntheit gewahrt, in der man hier die à la minute gemixten Cocktails genießt. Es gibt weiterhin keine Karte, dafür viel Herz für den Gast.

Möglicherweise steht das »D« im Barnamen auch für »Duracell«. Zumindest, wenn es um die Performance von «Barmazeut« Heinz Kaiser geht. Seine Eigenkreationen lieben die alten Fans, neue Gäste entdecken die Freuden einer südamerikanisch inspirierten Mixologie bei Micheladas, einem Salpicón oder dem Tequila Mint Smash.

Hotelbar

»Intermezzo« im Hotel Intercontinental, Wien

Als Pan Am vor 60 Jahren das Hotel InterContinental eröffnete, standen noch Fernschreiber in der Lobby. Aber die Bar mit dem markanten Luster (4000 Kristalle!) gab es schon anno 1964. Bis heute rettet die Intermezzo ein Stück des interkontinentalen Glamours in die Gegenwart – mit Drinks wie dem Between the Sheets. Und orientalischem Barfood dazu.

Restaurantbar

»Bar Campari«, Wien

Eigentlich war es logisch, dass der Meister der Brötchen es irgendwann mit der italienischen Version »Spuntini« versuchen würde. Peter Friese hat andere Klassiker – Fritto misto und viel Pasta – in die Bar Campari integriert und mit Negroni, Garibaldi, Campari Seltz und leichter Küche einen weiteren Hotspot neben dem Kameel geschaffen.

Bar-Juwel

»Bar Novum«, Alpenstern

Das Reich von Oliver Polster liegt abseits der Durchzugsstraßen, doch wer einmal an der Bar Platz genommen hat, kommt nicht wieder weg. Versunkene Schätze der Barkultur – sowohl rare Abfüllungen als auch vergessene Cocktail-Rezepte – stehen in der Zeitung, aus der man bestellt: Widow’s Kiss bis Mauresque, dazu komplexe Signatures. Herrlich!

Neueröffnung des Jahres

»Cinco Bar«, Wien & Belétage Traunkirchen

Der lateinamerikanische Grundton gehörte schon zur City-Bar, als hier noch dem Cuba-Rum gehuldigt wurde. Mit dem Know-how der Qero-Macher und Nick Diehl-Thiele als Barchef hat sich ganz Südamerika mit seiner Aromenwelt hier eingebracht. Zigarren-Rauch gibt es nicht mehr, dafür gesmokte Cocktails in einem verstecken Innenstadt-Refugium.

Zwei Fixpunkte hat die Familie Gröller ihrer umgebauten Post am See verpasst: Max Deukers grandiose offene Küche und die Bar, an der Marcus Volsa mit seinen Themen-Karten überzeugt. Auf die »Impressionisten« folgte die Winterkarte mit regionalen Zutaten, auf der »Steinpilz-Manhattan« herausragt. Cooler Ort unter kreativer Flüssig-Regie!

Speakeasy Bar

»Salon Paradise«, Wien

Die mutige Gestaltung des Hoxton hat dem Keller eine Optik zugedacht, in der sich auch Beatniks wohlgefühlt hätten. Mit eigenen Cream Sodas und Sitznischen wird unserer digitalen Welt Paroli geboten. Es soll miteinander geredet werden. Bei feinen Drinks wird man hier in eine Zeit versetzt, in der einem Don Draper genauso wie Jack Kerouac begegnen könnte.

Tagesbar

»O Bar«, Graz

Es sprudelt und zischt im alten Baltimore, seit Oltion Mehmetaj hier seine leichtfüßigen Cocktails vom Zapfhahn serviert. Dass das mit dem Café-Betrieb harmoniert, zeigt nicht nur sein Nitro-Coffee. Für alte Fans seiner Mix-Kunst hat »Olti« aber mehr als eine À-la-minute-Option parat, gerne mit seinem Steckenpferd, den heimischen Obst-Destillaten.

Barkarte des Jahres

»Josef Bar«, Wien

Die wohl aufwendigste Produktion einer österreichischen Barkarte korreliert mit den Leidenschaften der Betreiber: der Liebe Andrea Hörzers zur Ästhetik, der sie auch das neue berufliche Standbein verdankt, und Philipp M. Ernsts Liebe zur Fotografie. Damit wurde ein simples Cocktail-Menü zum Lifestyle-Magazin, das man trinken kann. Einzigartig!

Rooftop Bar

»Lamée«, Wien

Der lange Umbau hat sich gelohnt, denn die Bar im neunten Stock ist damit auch ganzjährig nutzbar geworden. Das war den neuen Betreibern, Denisa und Niklas Friedl (MaBelle) wichtig, denn damit gibt es die Snacks und Signature Drinks – ein Schwerpunkt liegt auf den »Spritz«-Varianten – 365 Tage im Jahr. Und den Steffl-Blick hat man kostenlos dazu.

Neues Produkt des Jahres

»Fever-Tree Pink Grapefruit«

Wie bei der Marke üblich, stehen natürliche Fruchtnoten im Fokus des Neuzugangs. Rote und rosa Grapefruits aus Alicante schlagen einen spanisch-sprachigen Bogen zum Haupteinsatzgebiet als Mixer für Tequila. Doch auch pur, in einem Spritz oder als Veredler von Wodka-Longdrinks weiß die prickelnd-frische Option zu überzeugen.

Bartender des Jahres

Leon Klein, »Kleinod Bar«, Wien

Ein echtes Eigengewächs von der dynamischsten Bar-Gruppe sorgt trotz stetig wachsender Crew für Beständigkeit in Shaker und Rührglas. Wäre das Kleinod ein Nachrichtensender, dann könnte man Leon Klein, der einst als Abwäscher in der Singerstraße begonnen hat, als Anchorman bezeichnen. Für viele ist er das Gesicht hinter den köstlichen Drinks.

Gastgeber des Jahres

Samy Walfisch »Moby Dick«, Wien & Fabian Kalal, »Fitzcarraldo«, Wien

Dass sich Sammy Walfisch von typischen Gastronomen unterscheidet, zeigte die U-Bahn-Baustelle vorm Haus. Statt den Matschker-Modus zu aktivieren, schärfte er nach. Mit Pfeffer-Cordial bei den Drinks und Aktionen für den Trinkspaß. Mit Fabian Kalal als Gastgeber im Fitzcarraldo macht dieser Spirit auch am anderen Ende des Siebenten Schule.

Barfrau des Jahres

Johanna Luger, »Burdock«, Salzburg

Man merkt bei jedem Blick hinter den Burdock-Tresen, dass hier jemand in »seiner« Bar angekommen ist. Die Kreativität und Energie von »JoJo« Luger passen perfekt nach Schallmoos, wo nicht nur Drinks gemixt werden, sondern ein Lebensstil hochgehalten wird: »Easy Drinking« mit viel Vorbereitung, eigene Zeichnungen der Cocktails inklusive.

Innovativster Bartender

Hubert Peter, »Bruder«, Wien

Die Bartender mit eigener Landwirtschaft in Wien kann man locker an einer Hand abzählen. Genau genommen liegen die zwei Hektar eigentlich in der alten Heimat Vorarlberg. Doch die Umsetzungen der Feldfrüchte genießt man in der lässigen Umgebung nahe der »MaHü«. Naturwein gibt es alternativ auch. Und den »ewigen« Wermut des Botanisierers.

Barteam des Jahres

»Kleinod«, Wien

»Viel hilft viel«, sagt der Volksmund. Mag sein. Doch ein Team zu erstellen, zu führen und zu halten, das drei Standorte (und Cocktail-Catering) »schupft«, ist keineswegs leicht. Dass dies bei aller Heterogenität von Stadtgarten, Prunkstück und dem Stammhaus Kleinod gelingt, zeigt die Stärke der Marke – und ihrer (Weiter-)Gestalter.

Lebenswerk

Michaela Schimanko, »Eden Bar«, Wien

Es ist lange her, dass es »die Eden« ins Radio schaffte; damals sang noch Helmut Qualtinger vom »Reden in der Eden«. Doch die Bar selbst gibt es sogar noch länger, seit 1911 nämlich. Legendär wurde sie in den Goldenen Zwanzigern unter der Ägide von Emmy Stein. Heute erlebt das langlebige Haus nach der Nachkriegsära unter Gabor Kenézy und seinem unvergessenen Nachfolger Heinz Werner Schimanko also schon seinen vierten Frühling. Dass die alteingesessene Bar auch im neuen Jahrtausend ein wenig Grandezza des alten Wien ausstrahlt, liegt aber an Michaela Schimanko. Sie setzte das Werk ihres Vaters mit Ehrfurcht, aber auch vielen neuen (Getränke-)Ideen fort. Kleinkunst und immer wieder Musik, die sich durch die Geschichte der Eden zog, ergänzten den Barbetrieb. Im runderneuerten Ambiente, das die alten Stärken neu erstrahlen lässt, kommt man wieder »zum Reden in die Eden« – und natürlich, um Champagner oder einen der Cocktails von Barmaestro William zu genießen. Nicht nur Stammgäste rufen angesichts dieser Lebensleistung: »Ad multos annos, Eden!«

Rookie-Bartender des Jahres

Marvin Felsperger, »Luster«, Wien

Man sollte sich vom verspielt-verrückten Vibe nicht täuschen lassen. Wenn es um rare Spirituosen wie Shochu oder den zurückhaltend eingesetzten Sake geht, läuft Mister Marvin zur Hochform auf. Präzise in der Aromen-Abstimmung der flüssigen Kreationen, heiter im Service – so ist er für das neue Antlitz der beliebten Bar Luster mitverantwortlich.


Die besten Weinbars 2025

Die Sieger im Überblick

Klassische Weinbar

»Weinorgel«, Wien

Singapur hat die Raffles Bar, in Wien fallen die Erdnussschalen auf den Boden der Weinorgel, und das seit 42 Jahren! Unverändert blieb die Liebe zum Stehachterl, das man hier genießt, sowie die namensgebende Orgel, die immer wieder ein Lebens- zeichen gibt – was nicht unwesentlich zur Heiterkeit in dieser Institution des entspannten Gläschens beiträgt.

Weinrestaurant-/bistro

»Fuhrmann«, Wien

»Food Pairing« gerät hier nicht zur exotischen Disziplin, sondern stellt bei Hermann Botolen eine täglich geübte Meisterschaft dar. Selbst zum Mittagstisch von Mike Feierabend kommt Kongeniales in die Gläser. Mit rund 1000 Etiketten, vieles vorbildlich gereift, gibt es auch für Freunde rarer Bouteillen genug Spielraum. Und dann noch die Fruchtbrände ...

Neueröffnung

»3 Bögen«, Wien

Wenn einer der drei Betreiber Karl Wrenkh heißt, dann darf man sich auf Qualität im »Casual«-Stil freuen. Gemeinsam mit dem argentinischen Blickwinkel, den Pablo Caldarola einbringt, entstand Neues, das schnell vertraut wirkt: Weinbar trifft Greißlerei. Am besten mit »Tasting & Grazing« einsteigen, dabei entdeckt man den Newcomer in allen Facetten.

Natural Wine Bar

»Atlas Bar«, Wien

Egal, wie man das Segment der Naturweine nun benennt (Natural? Orange? Minimal invasiv?) – sie stehen für Vielfalt und Buntheit. Und genau so sollten auch die Orte sein, an denen sie nicht nur verkostet, sondern auch getrunken werden. Die Kombi mit einer Galerie-Atmosphäre ist da ein genialer Zug. Oder, wie auch der dort servierte Wein: sehr lebendig!

Größte Auswahl in einer Weinbar

»Wein & Co.«

Ob es schnell gehen soll, weil man ein Geschenk braucht, oder man gezielt nach einer Rarität sucht: Der erste Weg führt vielfach zu Wein & Co. Mehr als 1500 Weine aus aller Welt machen es einfach, das Richtige zu finden. Zumal man – gegen das berühmte »Stoppelgeld« – alle Weine im Geschäft verkosten kann. Das ist Nahversorger-Service für Wein-Nerds.

Sonderpreis Special Selection

»Thallern«, Gumpoldskirchen

Die Doppelrolle als uraltes Zisterzienser-Anwesen – vielen vom Südbahn-Waggonfenster aus vertraut – und moderne Vinothek gedeiht prächtig. Österreichs jüngste DAC-Region wird von Katharina Graner in allen Facetten präsentiert. Verkostungen, Events und Gourmandisen-Angebot erweitern die Vinothek der Thermenregion zum Genuss-Zentrum.

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