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© Tom Haga

Falstaff Restaurant & Bistro Guide 2026 Norwegen: Die Sonderauszeichnungen

Nordics
Award
Norwegen

Falstaff stellt im "Restaurant & Bistro Guide Nordics 2026" die besten Restaurants in Norwegen vor und vergibt eine Reihe von Auszeichnungen, die vom besten Koch bis zum nachhaltigsten Restaurant reichen.

Norwegens Restaurantszene floriert wie nie zuvor. Von innovativen Fine-Dining-Konzepten in pulsierenden Stadtzentren bis hin zu gemütlichen Restaurants in der Nachbarschaft, die saisonale, lokal inspirierte Küche servieren, setzen Lokale im ganzen Land neue Maßstäbe für Qualität, Kreativität und Gastfreundschaft. Falstaff enthüllt seine Kategorie-Gewinner:

Koch des Jahres

Kristian Vangen, "Gaptrast", Bergen

Kristian Bretten Vangen wuchs in Heggedal in der Nähe von Oslo auf und absolvierte seine Ausbildung im Le Canard in der Hauptstadt, aber es waren die Küste Bergens und der tägliche Fang, die seiner Küche eine eigene Richtung gaben. Bei "Gaptrast" verwendet er westnorwegische Produkte von Fischern und Tauchern, aber auch von Jägern und Bauern aus der Region.

Zusammen mit dem General Manager Øystein Ellingsen arbeitete er im Bare in Bergen und erhielt dort 2020 den ersten Michelin-Stern der Stadt. Drei Jahre später legten sie mit "Gaptrast" nach, wiederholten den Erfolg und erhielten 2025 einen Stern. Die Küche ist präzise und vielschichtig, mit Kompositionen, die Elemente aus dem Meer und vom Land kombinieren, um den Charakter jeder Zutat hervorzuheben. Sogar der Apfelwein ist ein lokales Projekt: Er wird in Zusammenarbeit mit nahe gelegenen Erzeugern aus Äpfeln hergestellt, die sonst ungenutzt bleiben würden. Auf der Playlist der Lounge stehen ausschließlich Musiker aus Bergen, und die Inneneinrichtung wurde von lokalen Handwerkern gebaut. Es ist ein Restaurant, in dem die Zugehörigkeit zu einem Ort keine Marketinglinie ist, sondern eine Arbeitsmethode.

© Robin Bjerkhaug

Restaurant des Jahres

"RE-NAA", Stavanger

100 Punkte, 4 Gabeln

Restaurant des Jahres Norwegen geht an das "RE-NAA" in Stavanger. Im "RE-NAA" in Stavanger versammeln sich rund 22 Gäste um eine offene Küche, um ein mehrgängiges Küstenmenü zu genießen. Auf der Speisekarte stehen Fisch und Meeresfrüchte aus dem Meer, Lamm aus Rogaland und konservierte Zutaten wie fermentierte, geräucherte und getrocknete Produkte, die die Geschmacks-DNA des Restaurants bilden. Sommelier Kristoffer Aga begleitet die Gerichte mit einer Auswahl aus einem Weinkeller mit tausend Etiketten, darunter die klassischen Regionen Europas und nordische Branntweine.

© Tom Haga

Beste Sommelier

Rutimante Belardi Galeone, "Maaemo", Oslo

100 Punkte, 4 Gabeln

Sommelier des Jahres Norwegen geht an Rutimante Belardi Galeone von "Maaemo". Als Weindirektorin bei "Maaemo" steht Rutimante Belardi Galeone für modernen Weinservice auf höchstem Niveau. Ihr Wissen reicht von renommierten europäischen Weingütern bis hin zu kleinen handwerklichen Produzenten, die sie mit Klarheit und Zuversicht präsentiert. Mit ruhiger Präzision kreiert sie Kombinationen, die sich natürlich anfühlen, wobei sowohl der Wein als auch der Gast immer im Mittelpunkt des Erlebnisses stehen.

© Gabriel Petridis DeRossi

Lebenswerk

Arne Brimi, "Vianvang", Tessand

92 Punkte, 3 Gabeln

Arne Brimi hat seine Karriere in Lom aufgebaut und die norwegische Gastronomie mit seiner Philosophie der "Küche der Natur" geprägt. Nach seiner Ausbildung in Lillehammer leitete er 24 Jahre lang das Fossheim Turisthotell und verwandelte es in ein kulinarisches Ziel, das auf lokalen Zutaten basiert. Seit 1998 hat er Brimiland entwickelt, eine Gruppe von Restaurants und Lodges, die in der umliegenden Landschaft verwurzelt sind.

© Fjordland

Bester Service

"Kontrast", Oslo

97 Punkte, 4 Gabeln

Der beste Service des Jahres in Norwegen geht an das Team von "Kontrast". "Kontrast" im Osloer Stadtteil Vulkan bringt feines Essen in ein ehemaliges Industriegebäude mit Beton und freiliegenden Decken. Unter der Leitung des in Schweden geborenen Küchenchefs Mikael Svensson wird ein Degustationsmenü aus wilden, biologischen und nachhaltig bezogenen Zutaten serviert. Das internationale Team arbeitet mit Präzision und ruhiger Koordination, während Fermentierungs- und Konservierungstechniken für minimalen Abfall und tiefen Geschmack sorgen.

© Photo provided

Beste Neueröffnung

"Credo", Oslo

93 Punkte, 3 Gabeln

Beste Neuerscheinung des Jahres Norwegen geht an "Credo". Mit der Wiedereröffnung von "Credo" in Oslo beginnt Heidi Bjerkan nach ihrem Umzug von Trondheim ein neues Kapitel. Das Restaurant befindet sich in der norwegischen Nationalbibliothek und bietet eine Küche, die in der norwegischen Lebensmitteltradition verwurzelt ist, wie z.B. Konservierung und Fermentierung. Bjerkan verfeinert diese Einflüsse mit einem modernen Ansatz und kreiert Gerichte, die sich durch Ausgewogenheit, Präzision und persönlichen Ausdruck auszeichnen.

© Per-Anders Jörgensen

Beste Aufsteigerin Küche

Ivy Tabuno Solheim, "Tabuno", Oslo

90 Punkte, 3 Gabeln

Als Chefköchin des "Tabuno" entwickelt Ivy Tabuno Solheim eine klare und persönliche kulinarische Stimme. Nachdem sie Erfahrungen in führenden Küchen wie Maaemo und Kontrast gesammelt hat, kombiniert sie nun philippinische Einflüsse mit nordischen Zutaten. Ihre Küche bietet ein Gleichgewicht zwischen Wärme und Raffinesse und schafft ausdrucksstarke Gerichte mit sanfter Würze, frischer Säure und sorgfältiger Präzision.

© Ethan Floro

Beste Aufsteigerin Service

Matthieu Launay, "Credo", Oslo

93 Punkte, 3 Gabeln

Bei "Credo" repräsentiert Matthieu Launay eine neue Generation von Gastgewerbeprofis. Ursprünglich aus Frankreich stammend, kombiniert er seine Grundkenntnisse im klassischen Service mit Erfahrungen, die er in Irland und in Feinschmecker-Restaurants in Norwegen gesammelt hat. Sein Stil ist aufmerksam und natürlich, geprägt von klarer Kommunikation, intuitivem Timing und einer echten Fähigkeit, den Gästen das Gefühl zu geben, sich während des gesamten Essens wohl zu fühlen.

© Per Sollerman

Preis für Nachhaltigkeit

"Under", Lindesnes

92 Punkte, 3 Gabeln

Engagement für Nachhaltigkeit und Innovation geht an "Under" in Lindesnes. Am südlichsten Punkt Norwegens taucht eine von Snøhetta entworfene Betonkonstruktion unter das Meer und beherbergt einen Speisesaal mehr als fünf Meter unter dem Wasserspiegel. Das Restaurant setzt auf hyperlokale Beschaffung, mit Algen aus nahe gelegenen Gewässern und Milchprodukten von regionalen Bauernhöfen. "Unter der Leitung von Chefkoch Bernt Sætre hebt das kompakte Degustationsmenü Konservierungstechniken und minimale Verschwendung hervor. Das Gebäude dient auch als Meeresforschungsstation, die Studien über das Leben unter Wasser unterstützt.

© Sissy Kramer

Casual Restaurant des Jahres

"Le Benjamin Bar & Bistro", Oslo

89 Punkte, 2 Gabeln

Das "Casual Restaurant of the Year Norway" geht an das "Le Benjamin Bar & Bistro" in Oslo. "Das "Le Benjamin" in Oslo wird von Küchenchef Ove Andre Jakobsen und Sommelière Magdalena Rosenblad geführt und ist nach ihrem Sohn benannt. Das lebhafte Bistro folgt einem klassischen französischen Ansatz und serviert Gerichte wie Rindertartar, Langustinen, Käsefondue und Crêpe Suzette. Eine große Auswahl an französischen Käsesorten und eine umfangreiche Weinkarte vervollständigen dieses beliebte, familiengeführte Restaurant im Viertel.

© Photo provided

Kulinarisches Hidewaway

"Mirabelle" von Ørjan Johannessen, Bekkjarvik

97 Punkte, 4 Gabeln

Kulinarisches Hideaway des Jahres Norwegen geht an "Mirabelle" von Ørjan Johannesen. Ørjan Johannessen wuchs in der Küche von Bekkjarvik Gjestgiveri in der Inselgemeinde Austevoll auf, wo seine Familie seit 1982 das Hafengasthaus betreibt. Nachdem er 2012 den Bocuse d'Or Europa und 2015 den Bocuse d'Or gewonnen hatte, kehrte er in seine Heimat zurück. Heute leitet er die Küche im "Mirabelle" im Beckerwyc House und präsentiert seine "Inselgastronomie", die auf Meeresfrüchten und Produkten von den umliegenden Inseln basiert.

© Tom Haga
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