Kochen wie Heiko Nieder
Jüngst ist Heiko Nieders neues Kochbuch erschienen. Sein zweites Werk eignet sich hervorragend für Hobbyköche mit Anspruch. Der Sternekoch zeigt Schritt für Schritt auf, wie das perfekte Fine-Dining-Erlebnis auch im eigenen Heim gelingen kann.
Heiko Nieder ist der Chef Fine Dining & Culinary Director des bekannten Zürcher Luxusresorts «The Dolder Grand». Das Gourmetrestaurant des Hauses «The Restaurant» ist derzeit mit zwei Michelin-Sternen und 97 Falstaff-Punkten ausgezeichnet und gehört somit zu den besten der Stadt. Aber auch in seiner Freizeit steht Nieder gerne am Herd und kocht für Freunde und Familie. Als erfahrener Gourmet-Koch kennt er viele Tricks und Kniffe, wie der perfekte Abend zu Hause gelingt. Einige davon verrät er nun in seinem zweiten Kochbuch «Private Dining». Darin präsentiert er Rezepte für zu Hause, die aber nicht alltäglich sind – perfekt also für besondere Anlässe und die Festtage.
Zu Hause bei Heiko Nieder
Im Gegensatz zu Nieders Erstlingswerk «The Restaurant», in dem der Koch Rezepte aus seinem Zürcher Sternelokal verrät, ist «Private Dining» eine Anleitung, wie man ein Dinner mit Freunden oder Familie am besten gestaltet. Das Buch ist in die Kapitel Apéro Riche, Brot und Aufstrich, Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts aufgeteilt. Spannend für Hobbyköch:innen sind auch die Grundrezepte, etwa für Saucen, Teig und Eingelegtes.
Ergänzend wirkt das Kapitel «Die Kunst des perfekten Geschmacks», das erklärt, wie man das perfekte Gleichgewicht zwischen Gewürzen und Kräutern, zwischen Süsse, Säure und Salzigkeit herstellt. Dazwischen gibt es immer wieder Tipps und Geschichten aus Nieders Privatleben. Es ist ein intimes Buch, die Bilder wurden bei den Nieders zu Hause gemacht. Auch seine Familie und Freunde kommen regelmässig vor. Beim Durchblättern von «Private Dining» kommt das Gefühl auf, man sei bei ihm zu Besuch. Kochen muss man aber trotzdem selbst.
Von Klassik bis modern
«Private Dining» enthält Rezepte von vegan bis fleischlastig, von traditioneller Hausmannskost bis moderner Eigenkreation. Man findet genauso ein bodenständiges «Spicy Pork Sandwich» wie ein «veganes Chawanmushi mit Erbsen, Meeresgrün und Kaviar des Feldes» aus Seidentofu. Es gibt «Backhendel mit Kartoffel-Gurken-Salat und Kürbiskernöl-Schaum», aber auch «Lachs mit Yuzu-Beurre-Blanc» oder «Lisas Tofu», ein komplexes Tofugericht, benannt nach einer seiner Töchter. Das Buch enthält also für jeden Gast und Anlass mindestens ein passendes Rezept.
Einfach, doch nicht simpel
Obwohl die Rezepte in einer normalen Heimküche nachgekocht werden können, sind sie nicht unbedingt schnell zubereitet. «Sie richten sich an Menschen, die Freude daran finden, im privaten Rahmen mit Anspruch zu kochen und nicht erwarten, dass das Essen in 15 Minuten auf dem Tisch steht. Einen halben oder ganzen Tag an Vorbereitungsarbeiten würde man für so etwas schon mal investieren», erklärt Nieder im Buch. Wenn man die wunderbaren Rezeptbilder anschaut, bekommt man den Eindruck, dass sich das durchaus lohnen dürfte. Am besten probiert man es gleich über die Festtage ohne Zeitdruck aus.
8032 Zürich
Schweiz