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© Machida Shoten

Premiere in Europa: «Machida Shoten» eröffnet in Zürich

Ramen
Schweiz
Japan

Mitten im Kreis 4 bringt «Machida Shoten» erstmals das legendäre Yokohama Iekei Ramen in die Schweiz. Neben dem cremigen Klassiker aus Japan gibt es in Zürich exklusiv ein veganes Sesam-Soja-Ramen. Ein kulinarischer Botschafter Japans, der noch viel vorhat.

Am Vormittag des 13. August  wurde das Eröffnungsband vor dem neuen Restaurant in der Zypressenstrasse 49 durchtrennt. Ein Teil der Führungsriege der japanischen Ramenkette «Machida Shoten» ist extra nach Zürich gereist, denn dieser Event ist monumental: Die Filiale im hippen Kreis 4 ist die erste in Europa – soll aber keinesfalls die letzte bleiben. Das liess sich auch der japanische Botschafter für die Schweiz, Yoshinori Fujiyama, nicht entgehen, der ebenfalls zu den Anwesenden gehörte.

Serviert wird hier, wie in allen Filialen von «Machida Shoten», Iekei-Ramen. Dieser aus Yokohama stammende Stil der ikonischen japanischen Nudelsuppe ist eine köstliche Kreuzung zweier Welten: die klare, leichte Shoyu-Variante aus Tokio trifft auf den reichhaltigen, cremig-trüben Tonkotsu-Stil aus Kyushu. Letzterer entstand übrigens aus einem Küchenunfall – ein Koch liess eine Schweineknochenbrühe versehentlich zu lange auf dem Herd. Später war er begeistert von ihrer unvergleichlichen Tiefe und milchigen Textur.

«Machida Shoten» hat das Iekei-Ramen zwar nicht erfunden, es jedoch in den letzten Jahren weit über Japans Grenzen hinaus bekannt gemacht. Die Geschichte der japanischen Kette begann im Jahr 2008 in Machida, einem Vorort von Tokio. Gründer Sho Tagawa entwickelte seine eigene Interpretation des Iekei-Ramens und hatte damit grossen Erfolg – bald kamen weitere Filialen in Japan dazu. Es blieb nicht dabei: Das Unternehmen wuchs rasch mit Restaurants in Taiwan, Singapur, Thailand, den USA und Kanada. Und nun in der Schweiz, von wo aus der europäische Markt erobert werden soll.

Exklusiv in Zürich

Für den neuen Standort in Zürich haben die Macher ein paar Spezialkreationen entwickelt. Neben der klassischen Schweinebrühe gibt es eine Hühnerbasis für Gäste, die auf Schweinefleisch verzichten, sowie ein neu entwickeltes veganes Ramen auf Sesam-Soja-Basis, das mit seiner cremigen Konsistenz und feinen Umami-Noten auch Fleischesser überzeugen dürfte. Ob vegan oder mit Fleisch, die Brühen sind äusserst tiefgründig. Die besonders festen Nudeln halten ihre Form darin über längere Zeit perfekt. Getoppt sind die intensiven Ramensuppen je nach Version mit saftig geschmortem Schweinebauch, Poulet, würzigen Menma-Bambusschoten, Lotuswurzel und Eiern. Optional kann man sie noch mit Pickles, scharfer Chilipaste, Knoblauch, Zwiebeln und mehr verfeinern. Beim Dessert gibt es ebenfalls speziell für Zürich entwickelte Gerichte: Zwei verschiedene Affogatos, einen mit Matcha-Glace und Matcha-Tee und einen mit Fior di Latte Glace und Hojicha, einem gerösteten Grüntee.

Ausflug nach Japan

Auch stilistisch ist das Restaurant sehr japanisch gehalten. Das Interieur verbindet warme Holztöne mit reduzierter Schlichtheit. Die offene Küche erlaubt einen Blick auf das präzise Handwerk, mit dem die Nudeln portioniert, Brühen aufgegossen und Toppings kunstvoll arrangiert werden. Mit der Eröffnung von Machida Shoten hat Zürich nicht nur einen weiteren internationalen Namen in seiner Gastroszene gewonnen, sondern ein Stück authentischer japanischer Esskultur. Der Besuch ist also ein Muss für Fans von fernöstlicher Küche.

Larissa Graf
Larissa Graf
Autorin
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