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Mitchi kocht für einen Monat Ramen im «Milieu»

Pop-up
Ramen
Bar
Zürich

Im «Milieu» ist bereits ein neues Pop-up eingezogen. Mitchi bringt seine ganz persönliche Version japanischer Nudelküche in die Zürcher Bar – bis am 26. April 2025.

Vom 2. bis 26. April lebt Mish – bekannt als Mitchi – seinen Traum. In der kleinen Küche des «Milieu» im Zürcher Kreis 4 serviert der gebürtige US-Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln für gute drei Wochen seine ganz persönliche Interpretation japanischer Ramen.

Was ihm so gefällt an dieser Küche: «Es gibt keine Regeln. Du kannst machen, was du willst.» Für ihn ist Ramen kein rigides Rezept, sondern eine Bühne für Freiheit, Intuition und kulturellen Ausdruck. In seinen Nudelgerichten mischen sich Aromen aus Ostasien, Kalifornien und der Schweiz – etwa im Kare Chizu Men, Curry-Cheese-Ramen mit Tête de Moine. Die Shoyu Butter Men kommen auf Wunsch auch vegan, die Shiru Nashi Tantanmen kommt ganz ohne Brühe aus.

Vorweg gibt es zwei Vorspeisen: Yamitsuki Cabbage – «süchtigmachender» Kohl – und handgefaltete Gyoza mit Schweinefleisch, Ingwer und Sake-Kasu, ein geschmackvolles Nebenprodukt der Sakeproduktion.

Zum Dessert serviert Mitchi einen verspielten Klassiker: Matcha Cheesecake Sando. Die Hommage an japanisch-taiwanesische Convenience-Ästhetik setzt auf Shokupan von der Zürcher Tsugi-Bäckerei. Die vom Matcha grüne Buttercreme, die schmeckt wie Cheesecake, wird von dem fluffigen Milchbrot umhüllt.

Über Mitchi

Mish, der Koch hinter «Mitchi Noodle Co.», ist schwer einzuordnen – und genau darin liegt sein Reiz. Geboren als Sohn eines kuwaitischen Vaters und einer mexikanischen Mutter, aufgewachsen bei der Grossmutter in East Los Angeles, geprägt von Familienessen und asiatischen Nachbarschaften.

Mitchi.
Mitchi.

Seine kulinarische Ausbildung begann früh: Mit 13 half er zuhause schon in der Küche mit, um sich vor Hausaufgaben zu drücken. Mit 19 folgten erste Jobs, Catering-Events, später die Kochschule in Luzern. Eigentlich wollte er zurück nach Kalifornien, doch das Leben führte ihn nach Zürich. Heute lebt er mit seiner Frau Aleya und ihrer gemeinsamen Tochter in der Limmatstadt.

Eigentlich war es auch seine Frau Aleya, die Mish auf den Geschmack von Ramen brachte. Sie ist nämlich in Düsseldorf aufgewachsen, die Stadt mit der grössten japanischen Community in Europa – und auch dem besten japanischen Essen.

Im «Milieu» findet Mitchi aktuell genau das, was er sucht: eine kleine Küche, ein schlankes Menü und ein vertrautes Team. Unterstützt wird er in der Küche nämlich von seinem Freund Nat, der nach dem Pop-up nach Guam auswandern wird. Im Moment passt alles für Mitchi. Was danach folgt, wird sich zeigen.


 

Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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