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© LinkedIn / Luca Grandjean

Café Boy Zürich: Ein neues Pop-up hält das Traditionslokal am Leben

Restaurant
Pop-up
Zürich

Ganz verabschieden muss sich Zürich vorerst nicht vom «Café Boy». Nach der angekündigten Schliessung Ende März geht es nahtlos weiter: Ab April übernimmt ein erfahrenes Gastronomie-Trio das traditionsreiche Lokal im Kreis 4 für ein sechsmonatiges Pop-up-Konzept.

Das traditionsreiche «Café Boy» im Zürcher Kreis 4 bleibt dem Quartier doch erhalten. Nach der angekündigten Schliessung Ende März beginnt bereits im April ein neues Kapitel. Hinter dem temporären Neustart stehen Nushin Coste, Ludvid Markaj und Luca Grandjean, die allesamt in der Zürcher Gastroszene verankert sind. Coste führt das nahegelegene «Café du Bonheur», Markaj betreibt mit «Zio» ein Feinkostgeschäft direkt nebenan, während Grandjean als Foodmaster und Sommelier das Abendgeschäft verantwortet. Gemeinsam bringen sie Erfahrung aus Quartiergastronomie, Kulinarik und Wein mit.

Geplant ist ein unkomplizierter Betrieb mit lockerer Atmosphäre: Bestellt wird teilweise direkt an der Bar, mittags stehen wechselnde Menüs und Salate im Fokus, nachmittags Kaffee und Kuchen. Am Abend setzt eine kompakte Karte mit mediterranen Klassikern den kulinarischen Schwerpunkt. Ergänzt wird das Konzept durch Veranstaltungen und Gastauftritte, etwa am 11. April mit dem britischen Koch Jason Christie, sowie durch Flohmärkte und Quartieranlässe.

Schlüsselbetrieb für die Genossenschaft

Das bisherige Konzept endet damit bewusst, das Pop-up versteht sich als Übergangsphase, in der neue Ideen getestet werden und das «Café Boy» gleichzeitig belebt bleibt. Ziel ist es, den geschichtsträchtigen Ort erneut als offenen Treffpunkt im Quartier zu etablieren.

Für die Eigentümerin, die Bonlieu Genossenschaft, ist die Zukunft des Lokals von zentraler Bedeutung. Vorstandsmitglied Thomas Kamber betont die Rolle des Hauses innerhalb der Genossenschaft: «Für uns ist das ‹Café Boy› ein Schlüsselbetrieb. Gerade als kleine Genossenschaft und mit der langen Geschichte des Hauses liegt uns viel daran, dass hier ein lebendiges Quartierrestaurant bestehen bleibt.»

Parallel läuft bereits die Suche nach einer langfristigen Nachfolge ab Oktober. Erste Bewerbungen seien eingegangen, gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass das Pop-up-Team bei erfolgreichem Verlauf dauerhaft bleibt.


Swenja Willms
Swenja Willms
Autorin
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