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© Shutterstock (Symbolbild)

Wussten Sie, dass Rosmarin als Schutz vor der Pest verwendet wurde?

Kräuter
Gewürz
mediterran

Vom Heilkraut der Antike bis zum unverzichtbaren Küchenklassiker: Rosmarin überzeugt nicht nur mit seinem Aroma, sondern blickt auch auf eine lange Tradition in der Verwendung zurück.

Früher als Heilpflanze geschätzt, ist Rosmarin heute aus der Küche kaum mehr wegzudenken. Ob in mediterranen Gerichten, auf Grillgemüse oder als aromatische Zutat in Drinks – das würzige Kraut verleiht Speisen und Getränken eine unverwechselbare Note.

Seine Wurzeln liegen in den Küstenregionen des Mittelmeerraums – also Spanien, Portugal, Italien oder Griechenland.  Dort wächst Rosmarin an trockenen, felsigen Hängen und Steilküsten – eine Herkunft, die sich auch in seinem Namen widerspiegelt: Rosmarinus bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt »Tau des Meeres«. Auch in Mitteleuropa lässt sich Rosmarin gut kultivieren, vorausgesetzt, er wächst an einem sonnigen, windgeschützten Standort mit durchlässigem, sandigem oder kiesigem Boden, da er Staunässe nur schlecht verträgt. Ähnlich wie Kamille oder Lavendel wird Rosmarin traditionell für seine beruhigenden und entspannenden Eigenschaften geschätzt.

Von der Hausapotheke...

Lange bevor Rosmarin zum beliebten Küchenkraut wurde, fand er als Heilpflanze Verwendung. Grund dafür sind unter anderem seine ätherischen Öle und Antioxidantien. Seine Geschichte reicht bis in die Antike zurück: Während die Ägypter ihn fallweise zur Einbalsamierung verwendeten, galt er bei den Griechen als Symbol der Erinnerung und fand bei den Römern sowohl in Bädern als auch als Gewürz Verwendung. Im Mittelalter wurde Rosmarin in Klostergärten kultiviert und unter anderem bei Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Erkältungen eingesetzt. Zudem galt er als Schutz vor Pest und anderen Infektionskrankheiten.

Ab dem 16. Jahrhundert gewann Rosmarin als Gewürz- und Heilkraut in Europa weiter an Bedeutung. In Großbritannien war er Bestandteil des sogenannten »Four Thieves Vinegar«, einer Art Kräuteressig, der damals vor der Pest schützen sollte. In der Renaissance stand Rosmarin außerdem als Symbol für Liebe und Treue und wurde mit einer verbesserten Gedächtnisleistung in Verbindung gebracht. Heute wird Rosmarin weltweit angebaut und zum Würzen von Fleisch, Fisch, Gemüse und Brot verwendet. Darüber hinaus findet er in der Naturheilkunde und Aromatherapie Anwendung, unter anderem zur Unterstützung der Verdauung, Förderung der Konzentration sowie zur Linderung von Stress.

...zum Gewürzliebling

Mittlerweile hat Rosmarin seinen Platz in und zählt zu den klassischen Kräutern der mediterranen Küche. Er lässt sich sowohl frisch als auch getrocknet verwenden und passt besonders gut zu Fleisch, Fisch, Kartoffeln und mediterranem Gemüse wie Tomaten, Zucchini oder Melanzani. Auch Focaccia, Pizza, Pesto und Kräuteröle erhalten durch Rosmarin eine charakteristische Note. Da das Kraut sein intensives Aroma auch beim Garen behält, eignet es sich besonders für Schmorgerichte, Ofengerichte und Marinaden – allerdings gilt auch bei Rosmarin die goldene Regel: weniger ist mehr, damit andere Zutaten geschmacklich nicht überdeckt werden.

Besonders spannend? Auch Mixologen haben das Potenzial des Krauts entdeckt und daher spielt Rosmarin auch in Cocktails und Drinks immer wieder eine Rolle. Dort sorgt er für eine aromatische und leicht waldige Note und harmoniert in den meisten Fällen mit Spirituosen wie Gin und Wodka und mit Ergänzungen wie Grapefruitsaft, Zitrone oder Limette.

Hier geht es zu unseren Rezepten mit Rosmarin:

Redaktion
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