Basilikum einfrieren oder trocknen? So bleiben Kräuter länger frisch
Wie bleiben Basilikum, Rosmarin oder Minze auch nach dem Pflücken aromatisch? Wie kann man die Kräuter konservieren und welche Methode eignet sich für welches Kraut? Falstaff beantwortet diese Fragen für sechs bekannte Küchenkräuter.
Basilikum
Basilikum hat sowohl im Freiland als auch im Garten von Juni bis September Saison und zählt zu den weich- beziehungsweise zartblättrigen Kräutern. Genau diese feine Blattstruktur ist der Grund, warum er sich weniger zum Trocknen eignet: Dabei verliert Basilikum einen großen Teil seines charakteristischen Aromas. Die bessere Wahl ist das Einfrieren – aber dafür sollte man ihn richtig vorbereiten.
Dafür werden die Blätter zunächst einzeln vom Stiel gezupft und vorsichtig unter fließendem Wasser gewaschen. Anschließend kommen sie für maximal zehn Sekunden in kochendes Wasser und werden danach sofort in Eiswasser abgeschreckt. Zum Schluss die Blätter vorsichtig mit Küchenpapier trocken tupfen. Erst dann sollten sie eingefroren werden.
Petersilie
Auch wenn Petersilie dank Gewächshäusern und Topfware das ganze Jahr über erhältlich ist, hat sie im eigenen Kräutergarten von Mai bis November Saison. Wie Basilikum zählt auch sie zu den weichblättrigen Kräutern und eignet sich deshalb besser zum Einfrieren als zum Trocknen – so bleibt das Aroma einfach besser erhalten. Besonders praktisch ist das Einfrieren in Form von Kräuter-Eiswürfeln: Dafür die Petersilie fein hacken, in eine Eiswürfelform geben, mit etwas Wasser oder Olivenöl auffüllen und einfrieren. Die Würfel lassen sich später direkt zum Kochen verwenden.
Minze
Minze darf in keinem Kräutergarten fehlen: Von Mai bis Oktober wächst sie besonders kräftig und lässt sich sowohl trocknen als auch einfrieren. Welche Methode die bessere ist, hängt davon ab, wie die Blätter später verwendet werden sollen. Beim schonenden Trocknen bleiben die ätherischen Öle und das typische Minzaroma weitgehend erhalten. Je langsamer die Blätter trocknen, desto intensiver schmecken sie auch später noch. Wer Minze allerdings für Limonaden, Cocktails oder zum Kochen aufbewahren möchte, greift besser zum Gefrierfach. Dafür die Blätter fein hacken, in eine Eiswürfelform geben, mit etwas Wasser auffüllen und einfrieren.
Rosmarin
Rosmarin gehört zur Kategorie der mediterranen Kräuter und kann von Mai bis Oktober geerntet werden. Er besitzt feste nadelförmige Blätter und eignet sich daher gut zum Trocknen, weil er nicht so viel Wasser verliert wie die Petersilie oder der Basilikum. Das bedeutet, dass dabei auch sein Aroma nicht verloren geht. Am besten funktioniert das Trocknen, indem die Rosmarinzweige zu kleinen Bündeln gebunden und an einem gut belüfteten Ort aufgehängt werden. Danach können die Nadeln entweder am Zweig bleiben oder abgestreift und in einem luftdichten Glas aufbewahrt werden.
Thymian
Auch Thymian besitzt festere Blätter, gehört in die Kategorie der mediterranen Kräuter und hat wie viele andere Kräuter von Mai bis Oktober Saison. Dank seiner kleinen, festen Blätter eignet er sich hervorragend zum Trocknen – dabei bleibt sein intensives Aroma nahezu vollständig erhalten. Deshalb ist das Trocknen die beste Methode, um Thymian lange haltbar zu machen.
Dafür werden die Stängel zu kleinen Bündeln zusammengebunden und an einem trockenen, luftigen sowie schattigen Ort aufbewahrt. Sobald die Blätter vollständig getrocknet sind, lassen sie sich wie beim Rosmarin leicht von den Stielen abstreifen und in einem luftdicht verschlossenen Glas aufbewahren. So bleibt Thymian über viele Monate hinweg aromatisch und kann zum Würzen von Fleisch-, Gemüse- oder Kartoffelgerichten verwendet werden.
Liebstöckel
Liebstöckel, vielen vielleicht auch bekannt als Maggikraut, hat von Mai bis September Saison und gehört zu den kräftig aromatischen Küchenkräutern. Anders als viele weichblättrige Kräuter eignet er sich besonders gut zum Trocknen. Zum Haltbarmachen werden die frischen Blätter zunächst gewaschen und sorgfältig getrocknet. Anschließend können sie an einem schattigen, gut belüfteten Ort aufgehängt oder auf einem Tuch ausgebreitet langsam getrocknet werden. Sobald sie vollständig trocken sind, lassen sie sich zerreiben und in einem luftdichten Glas aufbewahren. Getrockneter Liebstöckel verfeinert Suppen, Eintöpfe, Saucen und Gemüsegerichte mit seiner intensiven, würzigen Note.
Kräuter können sich also auf die unterschiedlichste Art haltbar machen lassen. Es ist allerdings wichtig, vor dem Konservieren die Blattart zu kennen, um die richtige Methode anzuwenden.