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© Tourismusverein Lana und Umgebung/Maria Gapp

Alfons Schuhbeck: Haftstrafe unterbrochen

Koch
München

Der Sternekoch Alfons Schuhbeck wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt – nun ist die Haftstrafe vorerst ausgesetzt. Grund ist der Gesundheitszustand des Müncheners.

Der Münchner Spitzenkoch Alfons Schuhbeck ist vorübergehend nicht mehr in Haft. Die Staatsanwaltschaft München I teilte mit, dass die Vollstreckung seiner dreijährigen und zweimonatigen Freiheitsstrafe aus gesundheitlichen Gründen bis Anfang Juni 2025 unterbrochen wurde. Genaue Details gibt es nicht. DieUnterbrechung ist laut Behörde »in jederzeit widerruflicher Weise« erfolgt.

Schuhbeck war im Oktober 2022 vom Landgericht München I wegen Steuerhinterziehung in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der heute 76-Jährige über Jahre hinweg systematisch Einnahmen seiner Restaurants am Finanzamt vorbeigeschleust hatte – unter anderem mithilfe einer manipulierten Kassensoftware. Im August 2023 trat Schuhbeck seine Haft in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech an.

Zusätzlich zur vollzogenen Strafe ermittelt die Staatsanwaltschaft weiterhin gegen den Koch. Ihm werden unrechtmäßige Corona-Hilfen sowie das Vorenthalten von Sozialabgaben vorgeworfen.

Schuhbeck zeigt Einsicht

Vor Gericht sagte Schuhbeck 2022: »Ich habe einiges falsch gemacht. Ich habe mir, meinen Freunden und Bekannten und auch meinen Verteidigern bis zuletzt etwas vorgemacht, weil ich nicht wahrhaben wollte, dass ich unternehmerisch gescheitert bin.«

Ob und wann Schuhbeck seine Haftstrafe fortsetzen muss, hängt vom Verlauf seines Gesundheitszustands und den laufenden Ermittlungen ab.


Redaktion
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