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An den Ufern des Arno: Die Sieger der Valdarno di Sopra Trophy 2025

Tasting
WeinTrophy
Italien

Der Arno ist der wichtigste Fluss der Toskana. Im breiten Tal zwischen Florenz und Arezzo wachsen an den Hängen großartige Weine. Lange Zeit lieferten die Weinbauern ihre Trauben an Betriebe außerhalb des Gebietes, nun füllen immer mehr dort ihre eigenen Topweine ab, sowohl DOC als auch IGT.

Das Gebiet zwischen den bekannten Städten Florenz und Arezzo im breiten Flusstal des Arno ist ein traditionsreiches Weinbaugebiet. Bereits 1716 wurde vom toskanischen Großherzog Cosimo III de’ Medici neben dem heutigen Chianti Classico, Carmignano und Pomino auch Valdarno di Sopra als exzellentes Territorium für den Weinbau erwähnt. Danach wurde es recht still um das Anbaugebiet. Die Wein­güter verkauften ihre Trauben oder auch schon die fertigen Weine an bekannte Namen aus den angrenzenden Gebieten, vornehmlich Chianti und Chianti Classico.

Erst 2011 wurde auf Initiative einiger Weingüter hin Valdarno di Sopra als eigene DOC ausgewiesen. Das Gebiet im breiten Arno-Tal umfasst 15 Gemeinden und erstreckt sich über zwei Provinzen, Florenz und Arezzo. Geografisch grenzt es im Westen an die Chianti-Berge und das Chianti Classico, im Osten an die Gebirgskette des Pratomagno. Heute sind 22 Betriebe unter dem Dach des »Consorzio Valdarno di Sopra DOC« vereinigt, die insgesamt 200.000 Flaschen unter dieser Bezeichnung erzeugen. Das ist im Vergleich zur gesamten Produk­tion im Gebiet noch gering, immer mehr Betriebe gehen aber dazu über, ihre IOGT-Toscana-Weine als Valdarno DOC zu etikettieren. Rein rechtlich ist das leicht möglich, da die Bestimmungen für diese DOC sehr offen gehalten wurden, um den dort erzeugten Weinen die Möglichkeit zu geben, als DOC gelabelt zu werden.

Hauptsorte ist unbestritten Sangiovese, dazu gesellen sich Cabernet Sauvignon und Merlot, vereinzelt auch Cabernet Franc und Syrah, die hier wirklich tolle Ergebnisse erbringen. Bei den weißen Sorten finden wir vorwiegend Trebbiano, der einer langsamen Wiederentdeckung entgegen sieht, ­Chardonnay und Malvasia.

Als erstes Weinbaugebiet in Italien ist Valdarno di Sopra DOC zur Gänze Bio-zertifiziert. Zu den führenden Weingütern zählen Petrolo, Sette Ponti, Carnasciale und Il ­Borro. Es gibt aber auch junge Betriebe wie ­Cantine Le Pietre oder Ejamu, die sehr vielversprechend sind.

ZUM GESAMTEN TASTING

Tiefdunkles, undurchdringliches Rubinrot. In der Nase kompakt und konzentriert, reife Pflaumen, Kaffeebohnen und Leder sowie ein Hauch von Vanille. Imposanter Gaumen, strukturiert...
Toskana, Italien
Kraftvoll leuchtendes, tiefdunkles Rubin satt bis an den Rand. Eröffnet mit Noten nach Rauch und Tee, dann viel Maulbeere, Cassis und dunkle Schokolade. Stoffig in Ansatz und...
Toskana, Italien
Sattes Rubin mit violettem Schimmer. Zeigt in der Nase viel süße, dunkle Beerenfrucht, viel Brombeere und Waldhimbeere, dazu feine Tabak- und Schokoladenoten, etwas Kardamom. Am...
Toskana, Italien

Gebiets-Profil


Das Gebiet

Valdarno di Sopra, das obere Tal des Arno, liegt auf halbem Weg zwischen Florenz und Arezzo. Das traditionsreiche, jahrhundertealte Weinbaugebiet wurde jedoch erst 2011 als eigene DOC
ausgewiesen.

Die Sorten

Selbstverständlich Sangiovese, aber auch Cabernet Sauvignon, Merlot und
Cabernet Franc.


 

Erschienen in
Falstaff Magazin Deutschland Nr. 2/2025

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Othmar Kiem
Othmar Kiem
Direktor Falstaff Italien
Simon Staffler
Simon Staffler
Direktor Falstaff Italien
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