Die Sieger der Syrah Trophy Schweiz 2024
Falstaff hat sich auf die Suche nach den besten Syrah-Gewächsen der Schweiz gemacht. Welche Winzer und Weine uns bei der diesjährigen Falstaff Syrah Trophy am meisten begeisterten und wer am Ende auf dem Treppchen landete, lesen Sie hier.
Um den Ursprung der Rebsorte Syrah ranken sich zahlreiche Legenden. Eine der bekanntesten besagt, dass sie aus der persischen Stadt Shiraz stammt und von französischen Kreuzrittern nach Frankreich gebracht wurde. Eine weitere Theorie verortet ihren Ursprung in der sizilianischen Stadt Syrakus, wiederum eine andere in Griechenland. So plausibel die eine oder andere Legende auch klingen mag, Fakt ist, dass die Sorte laut DNA-Analysen eine natürliche Kreuzung aus Mondeuse Blanche und Dureza ist und mit ziemlicher Sicherheit im Rhône-Tal entstand.
In der Schweiz rangiert Syrah mit 210 Hektar auf Platz sechs der hierzulande kultivierten roten Rebsorten. 85 Prozent davon befinden sich im Wallis, im Schweizer Rhônetal. Dort wurde die Sorte laut dem Schweizer Rebforscher José Vouillamoz übrigens im Jahr 1921 eingeführt. Aus Aufzeichnungen geht laut diesem hervor, dass Henry Wuilloud, der damalige technische Leiter des kantonalen Weinguts Grand Brûlé in Leytron, von einem Besuch beim Weingut Jabou-et-Vercherre im französischen Rhônetal einige Syrah-Stecklinge mitbrachte.
Ein Glücksfall für die Region, wie auch die Ergebnisse der diesjährigen Falstaff Syrah Trophy beweisen, bei der gleich zwei Walliser Gewächse auf dem Treppchen landeten. Platz eins geht an ein Syrah-Gewächs, das seit vielen Jahren zu den absoluten Top-Weinen des Wallis gehört: den Cayas Syrah Réserve von der Domaine Jean-René Germanier in Vétroz. Ein Wein, der stets durch seine Harmonie, Eleganz und aromatische Tiefe begeistert, auch beim Jahrgang 2022, den unsere Verkoster für die Trophy degustierten.
Auf dem zweiten Platz landete in diesem Jahr der 2021er Syrah L'Enfer de la Patience vom Miniweingut Histoire d’Enfer in Sierre. Würzig und intensiv präsentierte sich dieser alpine Wein, das alles bei saftiger Säure und feinen Gerbstoffen. Genauso intensiv, wenn auch in der Nase mehr von warmer Beerenfrucht geprägt, zeigte sich der Drittplatzierte der Trophy: der Syrah «S» aus dem Jahr 2020 von Jean-Pierre Pellegrins Domaine Grand'Cour in Satigny, nahe Genf. In der Nase ein ebenso intensives Gewächs, aber mehr von warmer Beerenfrucht geprägt. Am Gaumen schmeichelnd, wie der Rotweinkönner Jean-Pierre Pellegrin selbst. Und ein Beweis dafür, dass die Sorte, obwohl sie im Wallis am häufigsten angebaut wird, auch anderswo in der Schweiz ganz vorzügliche Qualitäten hervorbringt.