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Ein Brot geht um die Welt: Die Reise der Focaccia

Rezept
mediterran
Mediterrane Küche
Brot

Vom antiken Rom und religiösen Zeremonien in Spanien bis in die amerikanischen Küchen im 20. Jahrhundert: die Focaccia kann auf eine lange Geschichte zurückblicken – und sie ist noch nicht vorbei.

Brot backen und Rezepte teilen gehört auf Social Media mittlerweile zum guten Ton – und mittendrin: die Focaccia. Ob kunstvoll mit Gemüse und frischen Kräutern belegt oder sogar mit essbaren Blüten dekoriert – sie ist längst zum Star der Online-Backszene geworden. Trotz ihrer Beliebtheit steckt dahinter ein echtes Stück italienischer Esskultur. Dort ist die Focaccia seit jeher ein fester Bestandteil der Alltagsküche. Bei all den modernen Interpretationen lohnt sich deshalb ein Blick zurück: Woher stammt sie ursprünglich – und warum ist sie bis heute so beliebt?

Eines kann man allerdings mit Sicherheit sagen: die Focaccia hat die Zeit überdauert – ihre Wurzeln reichen bis ins antike Rom zurück. Damals wurde sie aus grobem Mehl, Wasser und Olivenöl über offenem Feuer gebacken und als Beilage zu Suppen serviert. Über die Jahrhunderte verbreitete sich das Brot in ganz Europa, wurde bei religiösen Festen in Frankreich und Spanien gegessen und war laut Überlieferungen vielerorts sogar Teil kirchlicher Zeremonien. Im 20. Jahrhundert gelangte die Focaccia durch europäische Auswanderer in die USA – dort zeigte sie, belegt mit Zitronenscheiben und Rosmarin, was in ihr steckt. Ihr Einfluss hat seitdem die kulinarische Szene geprägt.

Ein Gericht, viele Varianten

Focaccia lässt sich heute auf unzählige Arten genießen. In vielen italienischen Regionen wird sie traditionell zum Frühstück gegessen – belegt mit Eiern, Speck oder Käseaufstrich ist sie eine mediterrane Alternative zum Toast. In Restaurants wird sie klassisch mit Pesto, Oliven, Zwiebeln oder Käse serviert.

Je nach Region variiert die Focaccia deutlich. Einmal ist sie dicker und herzhafter belegt, sodass sie sogar als eigenständiges Hauptgericht betrachtet werden kann, ein anderes Mal wird das Gemüse direkt im Teig mitgebacken – wie beispielsweise Oliven oder auch Tomaten. In anderen Regionen kann es auch sein, dass sie als »Ableger« einer Pizza gehandhabt wird. Kurzum: pur ist die Focaccia schon ein Muss – doch auch als aromatisches Sandwich, zu Dips, Suppen, Salaten oder auf der Käseplatte macht sie eine hervorragende Figur. In Stücke geschnitten oder gezupft, passt sie einfach immer.

Falstaff hat auch das Rezept für eine hausgemachte und luftige Focaccia parat:

Tamara Kalny
Tamara Kalny
Autorin
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