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In Deutschland werden pro Jahr durchschnittlich rund 55 Kilogramm Fleisch pro Person verzehrt.

In Deutschland werden pro Jahr durchschnittlich rund 55 Kilogramm Fleisch pro Person verzehrt.
© Shutterstock

EU-Kommission: Fleischkonsum sinkt dramatisch

Fleisch
Huhn
Europäische Union

Weltweit steigt der Fleischkonsum. In der EU dagegen wird ein sinkender Konsum festgestellt – und diese Tendenz wird die nächsten zehn Jahre so bleiben.

Die EU-Kommission erwartet in den kommenden zehn Jahren eine sehr unterschiedliche Entwicklung beim Fleischkonsum: Während der Fleischkonsum weltweit immer weiter steigt, geht er in der EU zurück. So soll etwa der Konsum von Rind, Hähnchen, Schwein und Co. bis 2032 gegenüber dem Mittel der Jahre 2020 bis 2022 um rund 3,6 Prozent auf 36,6 Millionen Tonnen sinken. Für den Pro-Kopf-Verzehr bedeutet das laut der Brüsseler Kommission eine Abnahme von 1,5 Kilogramm auf rund 66 Kilogramm pro Jahr.

Im vorherigen Jahrzehnt hat der Fleischkonsum in der EU noch um rund eine Million Tonnen zugelegt. Im Gegensatz zu den aktuellen Entwicklungen in der EU soll der weltweite Fleischkonsum bis zum Jahr 2032 um 43 Millionen Tonnen steigen.

Schweinefleisch ist der größte Verlierer

Während es für die Produzenten von Geflügelfleisch in der EU vergleichsweise positive Zukunftsaussichten gibt, befindet sich vor allem Schweinefleisch im Abwärtstrend. Der Konsum dieses Fleisches soll in den kommenden Jahren im Schnitt um 1,3 Kilo auf 31,1 Kilo sinken, was einem Rückgang von 5,1 Prozent entspricht.

Die Gründe für den Rückgang des Fleischkonsums in der EU

Als Gründe für die sinkende Nachfrage nach Fleisch führt die EU-Kommission unter anderem die Besorgnis der Verbraucher rund um den Klimawandel an, durch die den Produktionsprozessen und der Fleischherkunft mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Außerdem spielen die Bevölkerungs- und Altersentwicklung sowie der Trend hin zu pflanzlichen Ersatzprodukten eine wichtige Rolle.


Tim Lamkemeyer
Tim Lamkemeyer
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