In diesem Restaurant sind Gäste verpflichtet, ein Huhn zu schlachten
Wenn man sich dazu entschließt, die Herausforderung anzunehmen, wird man von Köchen und Experten durch den ganzen Prozess der Weiterverarbeitung geleitet.
Jedes Jahr werden in den Niederlanden 500 Millionen Hühner geschlachtet. Um ein gewisses Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen, geht Wander Alblas, Chefkoch von »Upstick«, ungewöhnliche Wege.
Er stellt Restaurantbesucher auf eine ungustiöse Probe. Würden sie immer noch Hühnchen essen, wenn sie verpflichtet wären, das Tier zu töten? Aus diesem Grund sind die Besucher des »Upstick« bei der Schlachtung der Hühner anwesend, bevor sie ihre Mahlzeit beginnen.
Respektvoll und ethisch
Wenn die Gäste sich dazu entschließen, die Herausforderung anzunehmen, werden sie von professionellen Köchen und Experten angeleitet, um sicherzustellen, dass alles in einem respektvollen und ethischen Rahmen nach den niederländischen Schlachtungsrichtlinien abläuft.
Nach der Schlachtung werden die Hühner weiterverarbeitet und zu schmackhaften Gerichten zubereitet. Die Gäste haben die Möglichkeit, ihre eigenen Kreationen unter Anleitung der Köche zuzubereiten und am Ende das Ergebnis ihrer eigenen Arbeit zu genießen.
Bereits bei der Ankunft wird eine Vorspeise serviert, die aus Insekten, Körnern und anderen Zutaten besteht, die üblicherweise an Hühner verfüttert werden. Insgesamt besteht das Menü aus vier Gerichten, in einer Abfolge, die auf dem Zeitplan eines Huhns basieren.
Diskussion über den Fleischkonsum
Alle, denen bei diesem Gedanken nicht der Appetit vergeht, haben die Möglichkeit, bis zum 30. Juni einen Tisch zum reservieren. Der monetäre Aspekt ist für Alblas nicht wichtig, ihm geht es vor allem darum, eine Diskussion über den Fleischkonsum der Menschen und die Auswirkungen auf unser Klima anzustoßen. »Ich möchte die Menschen dazu zu ermutigen, bewusste Entscheidungen zu treffen, die sowohl ihrer eigenen Gesundheit als auch dem Wohl der Tiere und der Umwelt zugutekommen«, so Alblas.