Restaurantguide 2025: »Pars« in Berlin ist die Entdeckung des Jahres
Das »Pars« hat sich von einem Geheimtipp zu einer kulinarischen Adresse mit hohem Anspruch entwickelt. Koch Florian Sperlhofer hebt die Küche mit seinem feinen Gespür für Regionalität und Nachhaltigkeit auf ein neues Niveau.
Das »Pars« galt lange als Geheimtipp. Inhaberin Kristiane Kegelmann, ehemalige Konditormeisterin der Wiener Hofzuckerbäckerei Demel, gründete es zunächst als Pralinenmanufaktur. Im November 2022 wandelte sie es in ein Restaurant um und gewann mit Alina Jakobsmeier eine hochtalentierte Küchenchefin. Doch trotz dieser vielversprechenden Besetzung ließ der große Durchbruch auf sich warten. Erst eine Konzeptanpassung und zugänglichere Angebote wie der beliebte Pasta-Samstag brachten den Aufschwung.
Umso schmerzlicher war Jakobsmeiers Abschied im Spätsommer. Ihr Nachfolger, Florian Sperlhofer, Jahrgang 1995, war Souschef im renommierten Drei-Sterne-Restaurant »Rutz«. Mit seiner Finesse hebt der gebürtige Österreicher das kulinarische Niveau auf eine neue Ebene, ohne dabei die strengen Ansprüche an Regionalität und Nachhaltigkeit zu vernachlässigen. Seine Gerichte verkörpern diese Philosophie eindrucksvoll, zum Beispiel Physalis aus Brandenburg, bitter-süßer Radicchio und eine fein-cremige Komposition vom legendären Erdhof-Feta, harmonisch abgerundet mit Walnüssen von Ökolandwirtin Vivian Böllersen.
Restaurant- & Gasthausguide Deutschland 2025
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