Restaurantguide 2026: »1950« für Nachhaltigkeit & Innovation ausgezeichnet
Simon Tress kocht Zukunft auf der Schwäbischen Alb: Mit seinem Restaurant »1950« zeigt er, wie nachhaltige Hochküche radikal lokal, bewusst und köstlich sein kann.
Wo einst Schweine grunzten, wird heute Zukunft gekocht. Im ehemaligen Stall seines Elternhauses auf der Schwäbischen Alb hat Simon Tress ein Restaurant geschaffen, das nicht weniger als ein Modell für nachhaltige Hochküche ist. Das »1950« – benannt nach dem Jahr, in dem sein Großvater den biodynamischen Gedanken aus dem Elsass auf die Alb brachte – steht für ein radikal lokales Konzept: Sämtliche Zutaten stammen aus einem Umkreis von höchstens 25 Kilometern, alle sind Demeter- oder Bioland-zertifiziert. Hier geht es nicht um Verzicht, sondern um Bewusstsein. Um Geschmack, der aus Herkunft entsteht.
Tress nennt das »1950« sein Wohnzimmer und serviert auch selbst mit. Auf den Tellern: ein vegetarisches Menü, das auf Wunsch um eine Fleischkomponente ergänzt werden kann. Zu jedem Gericht gibt es kleine Kärtchen, die Auskunft geben, woher die Zutaten stammen – vom Getreide bis zum Karottenblatt. Diese Haltung hat Tradition: Seine Eltern gründeten das erste Biohotel Deutschlands, die »Rose« in Hayingen-Ehestetten. Simon Tress führt dieses Erbe fort – konsequent, kreativ und zeitgemäß.
72534 Hayingen
Deutschland
Restaurant- & Gasthausguide Deutschland 2026
Empfohlen von Gästen für Gäste – von der Falstaff Redaktion geschrieben!
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