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Zwischen Eisblock und Küchenhitze: Alain Weissgerber in Folge zwei »Raus aus Teufelsküche«

Raus aus Teufelsküche
TV-Shows
Koch
Restaurant
Graz

In Folge 2 von »Raus aus Teufelsküche« verschlägt es Spitzenkoch Alain Weissgerber nach Graz – und mitten hinein in einen Alltag zwischen Überforderung, großer Kochleidenschaft und leeren Abenden.

Mitten in Puntigam, einem ruhigen Viertel im Süden von Graz, kämpft ein Gastronomenpaar um seinen Traum – und um seine Existenz. In der zweiten Folge von »Raus aus Teufelsküche« trifft Spitzenkoch Alain Weissgerber auf Gabi und Josef Ziri. Ihre Liebe zum eigenen Lokal ist groß, die Herausforderungen noch größer: Beide haben keine gastronomische Ausbildung, es fehlen Mitarbeiter:innen, und das nötige Geld für eine Renovierung. Schafft es Alain Weissgerber das Lokal in 48 Stunden zu retten?

Zwischen Leidenschaft und Verzweiflung

Seit 2023 führen Gabi und Josef das Lokal – für beide mit über 50 ein kompletter Lebenswandel, denn sie haben keine gastronomische Ausbildung und mussten sich alles selbst beibringen. Mittags läuft der Betrieb dank günstiger Menüs und treuer Stammgäste noch gut, doch während Josef ausliefert, steht Gabi oft allein in Küche und muss auch noch den Service schaffen. Nachmittags und Abends bleibt der Gastraum meist leer. Was fehlt sind Personal, finanzielle Mittel für die dringend nötige Renovierung und ein Konzept, das auch neue und jüngere Gäste anspricht. Denn obwohl Klassiker wie Backhendl und gefüllte Calamari beliebt sind, reicht das allein nicht zum Überleben. Hilfe muss her – und die kommt mit Alain Weissgerber.

Kaltstart mit Kritik

Bereits bei seiner Ankunft wirkt der Spitzenkoch kühl, fast schroff: »Warum sollte man hier essen?«, fragt er. »Was ist das Ziel? Und warum braucht ihr mich, wenn ihr angeblich alles habt?« Die Atmosphäre ist sichtlich angespannt, doch Gabi und Josef weichen den Fragen nicht aus. Beim ersten Testessen bestellt Weissgerber das Backhendl, den Grillteller und ein Cordon Bleu. In der Küche läuft es überraschend rund – Gabi ist zwar sehr aufgeregt, aber organisiert und souverän. Doch im Service offenbart sich ein Problem: Josef lässt Schnitzel und Pommes vom Teller rutschen, greift mit den Händen nach – ein No-Go. Auch als er erklärt, er könne nur zwei Teller tragen, weil er kein gelernter Kellner sei, zeigt Weissgerber wenig Verständnis. Doch die Verkostung bringt Licht und Schatten: Das Grillfleisch ist trocken, die Kräuterbutter gekauft, das Cordon Bleu schmeckt »etwas« nach Fritteuse. Doch dann kommt die riesige Portion Backhendl und Weissgerber staunt: »Das ist wirklich, wirklich gut. Weltklasse. Ich hab selten so ein gutes Backhendl gegessen.« Ein seltenes, ehrliches Kompliment – und der erste Wendepunkt.

Bei Familie wird Alain weich

Am nächsten Morgen schlägt die Stimmung spürbar um. Bei Kaffee und Kuchen öffnet sich Gabi und erzählt von ihrem familiären Bruch, denn sie hat keinen Kontakt zu ihrem Sohn oder ihrer Tochter. Alain Weissgerber hört zu und zeigt, dass er auch eine weiche Seite hat: »Wenn du was brauchst, helfe ich dir gern.« Zum Aufmuntern geht’s daraufhin gemeinsam auf den Bauernmarkt: frisches Gemüse, Innereien, Inspiration. Während im Lokal die Handwerker neue Farben, Möbel und Lichtkonzepte umsetzen, tüfteln Alain und Gabi an neuen Ideen. Die Kostproben – würzige Hühnersnacks mit Masala und Ingwer – bringt Josef persönlich unter die Leute und die jungen Passant:innen lieben es. Kurz bevor die Gäste am Abend dann eintreffen, zeigt Alain den beiden Gastgebern ihr neues Lokal. Bei Gabi kullern sogar ein paar Freudestränen.

Alles neu?

Zur Neueröffnung nämlich präsentiert sich das Lokal in völlig neuem Look: moderne Akzente, grüne Polster, frische Deko und ein neues Menü. Zur Vorspeise gibt’s wilden Karfiol und Brokkoli, Kürbis mit Walnüssen sowie Grammelknödel mit Weinkraut. Als Hauptgang wird Grazer Backhendl serviert – diesmal mit glasierten Innereien und Gurken-Minz-Salat – und Eiernockerl. Alles wird als Sharing-Menü serviert. Die Gäste sind begeistert. Die Küche läuft wie ein Uhrwerk, der Service ebenfalls. Alain geht zufrieden nach Hause.

Und der Zuschauer fragt sich nach dieser Folge auf jeden Fall: Ist Alain Weissgerber nun der strenge Retter oder der verständnisvolle Verbündete?

Alle Infos zur Serie »Raus aus Teufelsküche« gibt es in unserem Themenspecial sowie jeden Dienstag um 21.15 Uhr auf »PULS 4« und »JOYN«.


Hannah Speyer
Hannah Speyer
Chefin vom Dienst Digital
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