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© 8thdistrictphotographer

Gelato Carlo eröffnet zweite Filiale in der Wiener Innenstadt

Eis
Wien
Neueröffnung

»Gelato Carlo« eröffnet am 22. Juni in der ehemaligen Gragger-Filiale in der Wiener Spiegelgasse einen zweiten Standort. Die Neueröffnung fällt mit dem fünfjährigen Jubiläum der ersten Filiale in der Josefstadt zusammen.

Ein Eis von »Gelato Carlo« gehört im Hamerlingpark längst zum Sommerbild. Nicht selten sieht man Parkbesucher:innen, die ihre Carlo-Kreationen im Park genießen. Die Gelateria hat sich in den vergangenen Jahren in der Josefstadt einen Namen gemacht. Gründer Carlo Maghakian trägt den Wunsch nach einer zweiten Filiale schon länger in sich. Jetzt eröffnet er sie in der Spiegelgasse 23 im ersten Bezirk.

Im Gespräch mit Falstaff erklärt Gründer Carlo Maghakian: »Die Idee einer zweiten Filiale gab es schon lange. Die Lage in der Spiegelgasse hat uns sofort gefallen. Das Lokal passt einfach zu uns. Wenn man ein Produkt mit internationalem Anspruch entwickelt, möchte man es genau dort zeigen, wo Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen zusammenkommen.« Die ehemalige Bäckerei bietet außerdem genügend Platz, um künftig Teile der Produktion sichtbar zu machen.

Gelato ist Handwerk

Den Kund:innen wird die gewohnte »Gelato Carlo«-Qualität geboten. »Unsere Produkte bleiben dieselben. Qualität muss sich durch das gesamte Sortiment ziehen«, sagt Carlo Maghakian. Das Unternehmen verarbeitet ausschließlich natürliche Zutaten und produziert das Eis weiterhin in Handarbeit. In der Josefstadt sieht man nicht selten neugierige Passant:innen vor den bodentiefen Fenstern der Manufaktur stehen und das Team bei der Zubereitung von Gelato beobachten.

 

Für Carlo beginnt die Geschichte des Gelato lange vor der eigenen Manufaktur. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätten viele Italiener aus den Dolomiten als Lastwagenfahrer gearbeitet und im Sommer zusätzlich Eis verkauft. Aus diesem Nebenerwerb seien zahlreiche Gelaterien entstanden. »Gelato war nie als Massenprodukt gedacht. Es ist eher ein Dessert, vergleichbar mit der französischen Patisserie«, so Maghakian. Sein Handwerk erlernte Maghakian in der renommierten Sorbetteria Castiglione in Bologna bei Marina und Giacomo Schiavon. Was er dort über die traditionelle Gelato-Herstellung gelernt hat, prägt sein Verständnis für das Handwerk und seinen Anspruch an Qualität bis heute. Jede Rezeptur wird von Carlo selbst entwickelt, jede Zutat bewusst ausgewählt.

 

Deshalb unterscheidet sich Gelato bis heute deutlich von industriell produziertem Speiseeis. Es wird mit wesentlich weniger Luft hergestellt und bei einer höheren Temperatur serviert. »Wenn man zu viel Luft einarbeitet, verliert Schokolade zum Beispiel an Intensität. Der Geschmack soll mehrere Sekunden im Mund bleiben und nicht sofort verschwinden«, erklärt Carlo. Gelato wird deshalb bei etwa minus 13 Grad verkauft, Speiseeis hingegen meist bei rund minus 18 Grad. Das Ergebnis ist eine cremigere Konsistenz und ein intensiverer Geschmack.

Neben klassischen und saisonalen Eissorten gehören auch italienischer Kaffee, Brioche und weitere Spezialitäten zum Angebot der neuen Filiale.


Miriam Al Kafur
Digital Redakteurin
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