»Kias Kitchen« setzt mit neuer Karte auf Demeter-Qualität
Geschmack. Ungewohnt. Überraschend. Und verdammt gut: Die neue Speisekarte präsentiert ein kulinarisches Mosaik aus Brasilien, Griechenland und Österreich.
Wer Brasilien hört, denkt oft an Feijoada, Churrasco oder Caipirinha. Doch bei Kias Burget beginnt Brasilien woanders: in der Tiefe regionaler Traditionen, abseits touristischer Geschmäcker. Mit seinem Partner Alex Burget betreibt der gebürtige Brasilianer seit einigen Jahren das Restaurant »Kias Kitchen« im Herzen Wiens. Gemeinsam laden sie regelmäßig zu besonderen Abenden ein – wie zuletzt zum Tasting Dinner der neuen Speisekarte, die alle drei bis vier Monate neu gedacht wird.
Geschmack zwischen den Welten
Brasilien, Griechenland und Österreich – auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Kombination. Doch auf dem Teller ergibt sie überraschend viel Sinn. »Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen der griechischen und brasilianischen Küche – etwa geschmortes oder gefülltes Gemüse«, erklärt Burget. Diese Verbindung lebt auf der neuen Karte etwa in Hühnerfarce in Weintraubenblättern oder einer Fava-Variation mit Kichererbsen auf.
Ein weiteres Highlight: das Bobó de Mandioca – ein brasilianisches Traditionsgericht aus Maniokcreme, das in Kias Interpretation mit österreichischen Garnelen serviert wird. Das Gericht steht exemplarisch für den Grundgedanken hinter seiner Küche: regionale Produkte, brasilianisch gedacht. Der Mix wird dabei nie willkürlich, sondern stets mit Sorgfalt kuratiert.
Bio, bewusst, überraschend
Die aktuelle Speisekarte bietet unter anderem Wagyu-Fleisch in Demeter-Qualität, Palmherzencreme mit Forellenkaviar, oder Feijoada-Creme mit Bio-Kräuterseitlingen. Auch Vegetarier:innen kommen nicht zu kurz: Fast jedes Gericht gibt es in einer fleischlosen Variante. Und wer das volle Programm möchte, wählt das mehrgängige Tasting-Menü.
Neben geschmacklicher Raffinesse liegt Burget ein Aspekt besonders am Herzen: Transparenz und Nachhaltigkeit. »Wir kaufen so viel wie möglich regional und bio. Was wir importieren müssen, wird auf Herkunft und Produktionsbedingungen genau geprüft«, sagt er. Seine Haltung gegenüber der Lebensmittelindustrie ist klar: Ausbeuterische Strukturen haben in seiner Küche keinen Platz.
1060 Wien
Österreich