»Grande Dame« Anna Pils, Rafael Gründlinger-Pils und Tina Pils

»Grande Dame« Anna Pils, Rafael Gründlinger-Pils und Tina Pils
© Gasthof Pils

Generationenwechsel: Das ist das neue Konzept des »Gasthof Pils«

Alte österreichische Klassiker werden vegetarisch und vegan adaptiert. In Sachen Wein ist man von »Château Mouton Rothschild« bis zu »Rohstoff« von »Hartmut Aubell« breit aufgestellt.

Als bodenständig, gutbürgerlich und mit einem mit hunderten Weinen aus Österreich und aller Welt bestückten Weinkeller, ist der »Gasthof Pils« in Rotheau (gesprochen Rote-Au) in der Gemeinde Eschenau bekannt. Jetzt wird  aber ein neues Konzept in den niederösterreichischen Gasthof einziehen. Denn Karl Pils übergibt das Zepter an seinen Sohn Rafael Gründlinger-Pils, der unter anderem schon im »Landhaus Bacher« in Mautern, in der »Gastwirtschaft Floh« in Langenlebarn und im »Wirtshaus Leopold« in Lilienfeld kochte.

»Wir, als Familie in der sechsten Generation, sind unglaublich motiviert den Gasthof weiter betreiben zu dürfen. Mittlerweile gibt es Tage, da stehen vier Generationen beim Erdäpfel schälen beisammen«, so der Wirt im Gespräch mit Falstaff.

Der Bauernhof, den sein Vater betreibt (Jura-Lamm-Zucht, Gemüse, Fruchtsäfte, Sirupe, Kräuter und vieles mehr), soll in Zukunft der Versorgung für das Wirtshaus dienen. »Zum Start zumindest in den Sommermonaten«, so der Gastronom weiter.

Das Konzept

Gründlinger-Pils will die Küche verjüngen und flotter machen. »Zeitgemäß und lässig«, wie er sagt. So sollen Klassiker wie beispielsweise Blunze, Leberwurst, Klachlsuppe und Bries zeitgemäß und trendiger verarbeitetet werden, so dass auch die Jugend einen Zugang zur Innereien-Küche findet.

»Vor allem vegane Gerichte sind bei uns momentan im Trend. Wir probieren alte österreichische Klassiker vegetarisch und vegan zu adaptieren und haben sehr viel Freude beim Experimentieren«, erzählt er weiter.

Die Vielfalt macht‘s spannend

»Ein weiteres riesiges Thema ist die Weinkarte, die mein Vater mit viel Liebe und Sorgfalt aufgebaut hat, die aber durchaus noch Potenzial zum Wachstum hat. Denn da liegt klar unsere Philosophie: Die Vielfalt macht‘s spannend«, ist  er sich sicher. Von Mouton Rothschild bis zu »Rohstoff« von Hartmut Aubell sei daher alles mit am Programm.

Vielfalt ist auch das Stichwort, wenn es um die Optik geht. Denn Kunst werde definitiv in Zukunft eine größere Rolle spielen, da dies die große Leidenschaft seiner Schwester, der Servicechefin, sei. Außerdem ist es der Familie ein Anliegen, lokale Künstler:innen zu unterstützen und ihnen eine Plattform zu bieten.

2024 stehen einige Renovierungsarbeiten auf der Agenda. Der Familien-Spirit soll auch aber auch dann der gleiche bleiben: »Wir bleiben dem Motto der Familie treu: Qualität, Herzlichkeit, Offenheit für Neues.«

Julia Emma Weninger
Julia Emma Weninger
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