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30 Jahre «Widder Bar»: Silberner Widderkopf als Barkarte

Bar
Jubiläum
Zürich

Die «Widder Bar» in Zürich feiert 30 Jahre – und präsentiert zur Feier eine der spektakulärsten Cocktailkarten der Welt. In einem 15 Kilogramm schweren Silber-Widder versteckt sich ein Menü mit 18 ikonischen Drinks.

Cocktailkarten gibt es viele – doch wohl keine wie diese. Zum 30. Jubiläum hat sich die «Widder Bar» in der Zürcher Altstadt etwas Besonderes einfallen lassen: eine Bar-Karte, eingebettet in einem 15 Kilogramm schweren, versilberten Widderkopf.

«Wie viele der besten Ideen war auch diese ein spontaner Geistesblitz», erzählt Bar Manager Wolfgang Mayer im Gespräch mit Falstaff. Die ikonische Widder-Figur ist seit jeher fester Bestandteil des Hauses. 2020 gab es bereits eine hölzerne Version der Barkarte, 2025 folgt das silberne Meisterwerk, geschaffen von der renommierten Zürcher Silberschmiede Meister 1881.

Auf den ersten Blick sieht man dem silbernen Widderkopf gar nicht an, dass es sich nicht nur um ein Kunstwerk, sondern auch um eine Cocktailkarte handelt. «Umso grösser ist dann der freudige Überraschungseffekt, wenn das ‹Widder Bar›-Team den Gästen die Karte präsentiert», schwärmt Mayer.

Die Cocktails

Das Ziel war, mit den 18 Cocktails, die auf der exklusiven Karte stehen, eine Zeitreise durch die letzten 30 Jahre der «Widder Bar» darzustellen. «Somit war schnell klar, dass wir die Beststeller verewigen wollten», erklärt Mayer. Dementsprechend entstand ein Mix aus älteren und neueren Cocktails. Darunter befinden sich auch einige von Mayers eigenen Kreationen: Matterhorn, Nightshade, PSI und der Bavarian Barbarian.

Der Favorit
Der erfrischende Matterhorn-Cocktail mit Kräuternoten: Plymouth Gin, Versus, Limetten- und Minze-Schaum und – passend zur Schweiz – Ricola-Sirup.

Ist die Karte eher ein Denkmal der Vergangenheit oder ein Manifest für die Zukunft? Ganz klar ein Manifest für die Zukunft, bekräftigt Mayer. «Wir haben und werden uns im Laufe der Zeit immer wieder neu erfinden, ohne jedoch unsere Essenz zu verlieren: Wir sind und bleiben die ikonische ‹Widder Bar› im Herzen von Zürich

Anspruchsvolle Konstruktion

Die grösste Herausforderung der Konstruktion, war das Erreichen der notwendigen Stabilität. Aufgrund des hohen Eigengewichts war das schwierig. Um diese Stabilität zu gewährleisten, wurde die Anzahl der Segmente des Kopfes auf ein Minimum reduziert, was sehr anspruchsvolle Lötarbeiten zur Folge hatte: «Im Hauptsegment mit den Hörnern sind 82 Einzelteile miteinander verlötet», erklärt Lars Torke von Meister 1881. «Das gesamte Stück kommt mit nur zwölf Schraubverbindungen aus.»

Das Endresultat zeigt, wie das Zusammenspiel von moderner Fertigungstechnik und traditionellem Handwerk gelingen kann. Das Schneiden mit dem Laser ermöglichte eine sehr schnelle Herstellung von über 150 präzisen Einzelteilen. Erst die tradtitionellen Handwerkstechniken nahmen diesen exakten Teilchen ihre Sterilität. Durch Feuer, schmelzendes Metall, Schleifen, Polieren und Patinieren wurde ihnen eine archaische Lebendigkeit verliehen. «Mit rein modernen Techniken wie Stecken, Schrauben und Kleben hätten wir dies nie erreichen können», so Torke.

Besonders fasziniert an der Zusammenarbeit mit der «Widder Bar» hat das Team von Meister 1881 die Leidenschaft, mit der das Barhandwerk in dieser ikonischen Bar umgesetzt wird. «Das hat uns sofort inspiriert, der besonderen Atmosphäre dieses Ortes einen weiteren tragenden Baustein hinzuzufügen», resümiert Torke.

Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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