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© Jannis Hafner

«Bar Lupo» verabschiedet sich mit einem grossen Knall

Schließung
Bar
Restaurant
Zürich

Fast fünf Jahre lang haben drei Freunde diesen Ort mit Seele gefüllt. Mit der «Bar Lupo» haben Claudio Sacchi, Pat Schindler und Armin Azadpour Zürich gezeigt, wie man mit unkomplizierter Küche, Naturwein und Cocktails das Leben feiert. Ende September muss die Bar aufgrund einer Kernsanierung des Hauses ihre Türen schliessen – aber bestimmt nicht leise.

Als Claudio Sacchi, Pat Schindler und Armin Azadpour das «Lupo» mitten in der Pandemie planen, glauben viele nicht an ein Konzept ohne Reservationen, Set-Menüs oder doppelte Seatings. Doch genau diese Unkompliziertheit wird zum Erfolgsrezept. «Du kommst, trinkst etwas, isst etwas – wenn du willst, bleibst du den ganzen Abend», beschreibt Sacchi die Idee hinter dem Lokal. Die Karte: ein One-Pager mit Antipasti, Pasta und Snacks – einfach und ehrlich.

Anstelle von Tricolore-Klassik setzen die drei auf Kontrast: ein modernes Bistro-Interieur, Naturwein und Cocktails zum Essen. Das Lupo ist laut, lebendig und gastfreundlich – ein Ort, an dem man sich nie fehl am Platz fühlt. In den ersten Jahren bilden sich Schlangen vor der Tür. Die Gäste warten mit einem Drink in der Hand auf einen freien Platz, aber nie zu lange. Das «Lupo» wird zum Symbol einer neuen Zürcher Barkultur, die sich nicht zwischen «Restaurant» und «Bar» entscheiden will.

Doch wie alles in der Gastronomie bleibt auch das Lupo nicht stehen. Nach dem Pandemie-Hype verändern sich die Gewohnheiten der Gäste. Die Abende werden ruhiger, unter der Woche kommen weniger Besucher:innen, das Geschäft konzentriert sich stärker auf die Wochenenden. «Deshalb haben wir uns angepasst und uns auf das fokussiert, was die Leute wirklich von uns wollen», erzählt Sacchi. Seither bleibt das Lokal sonntags und montags geschlossen und öffnet erst später am Abend, nicht mehr bereits um 17 Uhr wie am Anfang.

Warum folgt jetzt das Ende? Die Schliessung sei Folge einer anstehenden Gebäudesanierung – eine Art natürlicher Zäsur nach fünf intensiven Jahren. «Es ist unsere erste Schliessung eines grösseren Projekts. Natürlich waren wir zuerst enttäuscht. Aber wir sehen auch Chancen. Geht eine Tür zu, öffnet sich eine neue», sagt Sacchi überzeugt.

Noch einmal ins Lupo-Universum abtauchen

Bis zur Schliessung Ende September heisst es «Leave it with a bang». Ab März startet das «Lupo» seine Abschiedssaison mit Vinyl-Abenden und Gastkoch-Events unter dem Label «Mondo Lupo» – dem Universum des «Lupo». Nationale sowie internationale Köch:innen präsentieren einmal im Monat ihre Gerichte, während donnerstags und samstags Künstler:innen die Abende mit Vinyl-Platten musikalisch begleiten.

Das Publikum der «Bar Lupo» reagiert bereits jetzt mit Wehmut – und viel Liebe. «Die schönste Rückmeldung ist, dass die Leute sagen, sie werden uns vermissen», beteuert Sacchi. Die Stammgäste erinnern sich jetzt schon an ihre Lieblingspasta mit Ragout, laue Sommerabende im Innenhof und Nächte, die später endeten, als sie sollten.

Und wie geht es weiter? «Die ‹Bar Lupo› wird weiterleben – in uns, in künftigen Projekten, vielleicht sogar wieder gemeinsam. Die Idee bleibt bestehen: ein Ort, an dem gutes Essen, Wein und Drinks locker zusammenkommen.» Eines ist sicher: Die «Bar Lupo» war mehr als ein Lokal. Sie war ein Gefühl – und dieses Gefühl wird Zürich so schnell nicht vergessen.

Die perfekte Schnittstelle zwischen Bar und Ristorante: kreative Cocktails mit dem gewissen «Lupo-Twist», erstklassige Naturweine und Pasta-Klassiker wie Tagliatelle al ragù...
Badenerstrasse 155
8004 Zürich
Schweiz
Foto beigestellt
Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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