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© jimmonkphotography / Shutterstock

Aus für »Claude Bosi at Bibendum«: Sterne-Restaurant im Michelin House schließt

Schließung
London

Claude Bosi beendet den Betrieb seines Zwei-Sterne-Restaurants im ikonischen Michelin House in London. Grund ist ein Streit mit den Vermietern.

Ein kulinarisches Kapitel in London ist zu Ende: Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete »Claude Bosi at Bibendum« im ikonischen Michelin House in Chelsea in London hat den Betrieb eingestellt. Seit dem 25. August bleibt das Restaurant geschlossen, die angeschlossene Oyster Bar serviert noch bis Monatsende.

Keine Einigung

Grund für die Schließung war kein Gästemangel, sondern ein Konflikt über die Zukunft des Gebäudes. »Trotz unserer größten Bemühungen konnten wir mit unseren Partnern und Vermietern keine Einigung erzielen, die es dem Michelin House ermöglichen würde, in sein nächstes Kapitel überzugehen«, teilten Claude und Lucy Bosi in einem Instagram-Post mit. Alle künftigen Reservierungen mussten storniert werden.

Acht Jahre Bibendum unter Bosi

2017 hatte der französische Spitzenkoch das traditionsreiche Restaurant im einstigen Michelin-Hauptquartier von Sir Terence Conran übernommen. Nur wenige Monate nach der Wiedereröffnung folgte die Auszeichnung mit zwei Michelin-Sternen. Damit schrieb das Haus ein weiteres Kapitel seiner Geschichte, die bis ins Jahr 1911 zurückreicht – dem Gründungsjahr des Gebäudes und des ersten britischen Michelin-Guides.

Perspektiven für das Team

Für die Mitarbeitenden soll es weitergehen: Die Familie Bosi kündigte an, allen neue Stellen innerhalb der eigenen Gruppe zu vermitteln. Dazu zählen das ebenfalls mit zwei Sternen ausgezeichnete »Brooklands by Claude Bosi« im Hotel »The Peninsula London« sowie die beiden französischen Bistros »Josephine« in Chelsea und Marylebone.

Und wie geht es mit dem Michelin House weiter?

Das Michelin House selbst bleibt ein Wahrzeichen der Londoner Architektur – mit Mosaiken, bunten Glasfenstern und der Figur »Bibendum«, dem Michelin-Männchen. Was nach dem Auszug des Restaurants und der Oyster Bar in den historischen Räumen entsteht, ist derzeit noch offen.


Redaktion
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