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© Claudia Salzmann

Bern: Internationale Taperia in der Lorraine

Pop-up
Bern

Im «Lorraine22» in Bern tischt ein Paar mit seinem Tapas-Projekt karibische und südamerikanische Gerichte auf.

Wo früher grosse Biere gestemmt wurden, befindet sich seit einiger Zeit ein Lokal von Blindspot. Die Organisation hat sich dazu verpflichtet, jungen Menschen mit Beeinträchtigung den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das startete in der Länggasse mit dem Restaurant «Provisorium46» und ging weiter mit der Fabrique28 im Monbijouquartier. Im Sommer eröffnen die Gastrounternehmer auf dem Dach des Blinden- und Behindertenheims in der Länggasse das Pop-up «Bar8». Als bisher letztes Projekt kam die «Lorraine22» hinzu.

Ein Normalbetrieb als Restaurant und Bar wurde getestet und wurde jedoch von zu wenigen Gästen frequentiert. So hat Jonas Staub, der die Organisation gegründet hat, entschieden, ein Eventlokal zu machen. Mit Eventvermietung und wechselnden Pop-ups sollen Gäste angesprochen werden.

Und das funktioniert: Am besuchten Abend war das Lokal sehr gut besucht. Bis Ende des Jahres wird es von Malou Cornelsen und Juan Pablo Harbar mit ihrem Tapas-Projekt «Influencias» bespielt. Das Paar tischt internationale Tapas auf, dank Harbars Kocherfahrung reisen die Gäste um die Welt und halten mehrere Mal in Südamerika. Der Start des Essen liegt im Nahen Osten: mit Hummus, eingelegten Auberginen, Knoblauchbutter und gepickelten Radieschen.

Juan Pablo Harbar stellt im 10-Minuten-Takt neue Gerichte auf den Tisch: Zapallo (ein Taco mit geräuchertem Kürbis und eingelegten Zucchetti), Buñuellos (Krautstiel-Bällchen mit Senf-Honig Sauce), Patacón ahogado (Taco mit frittierter Banane und Tomaten-Zwiebel-Sauce) und Ropa vieja (kubanisches Gericht mit gezupftem Fleisch). Die Gerichte sind aufwändig zubereitet, mit unzähligen Zutaten, unbekannten Geschmacksnoten und sehr viel Elan von Harbar.

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Claudia Salzmann
Autorin
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