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Berner Länggasse hat einen neuen Streetfood-Markt

Neueröffnung
Streetfood
Bern

Das Studierendenquartier in Bern hat ab sofort eine Food-Halle: Die Halle 16 bietet sechs Essensstände und eine Bar.

Ganz schön voll war die «Halle 16» bei der Eröffnung, auf der Bühne standen Mario Capitanio und seine Band, die mit italienischen Liedern den Abend untermalten. Unter den Leuten war auch Manuel Vatter, der Architekt des Projekts und Besitzer der Liegenschaft. «Sehr glücklich» sei er, dass heute endlich die Eröffnung gefeiert werden kann. Lange war das Haus neben dem Von-Roll-Gebäude eine Baustelle. Davor sorgte das historische Gebäude für Schlagzeilen, weil es besetzt, geräumt und danach bewacht wurde.

Nun hat es die Form angenommen, wie es sich Vatter immer vorgestellt hat: ein Streetfood-Market, der einerseits für die Universität, andererseits aber auch abends fürs Quartier offen sein soll. Die Halle wurde nach der Hausnummer benannt. Im Quartier wird diese Namensgebung bereits vom Provisorium 46, das weitere Lokale wie das «Lorraine 22» betreibt, genutzt. Die beiden Unternehmen geschäften unabhängig voneinander.

Als Geschäftsführer hat er Kaspar Schmassmann angestellt, der stadtauf und -ab vernetzt ist. «Geschlafen habe ich, aber viel zu wenig», sagt dieser und muss wieder hinter den Tresen. Die Bar hatte im EG allerhand zu tun, eine 12-Liter-Weinflasche stand auf dem Tresen, bis zum Ende des Abends war diese leer. Das Team um Kaspar Schmassmann war bereits gut eingespielt, denn im Normalfall sind die Wartezeiten bei Eröffnungen langwierig. Während die Leute im Erdgeschoss sich um ihr leibliches Wohl kümmerten, konnten Interessierte die oberen Stockwerke mit Mikro-Appartements und Studentenzimmern besichtigen.

Pizza, Falafel, Burger

Das Herzstück der Halle 16 ist natürlich das Essen: In den sechs Foodboxen werden sechs verschiedene Länderküchen geboten: Als Mieter gewannen Vatter und Schmassmann in Bern tätige Unternehmen: Indisches Essen gibt es vom «India4U», die ihr Geschäft beim Kocherpark betreiben. Das «Mont Liban» von Ayad Edi Sabbagh befindet sich im Breitenrainquartier und hat an der Eröffnung unvergessliche Falafel serviert. Für luftige Pizzen ist derzeit Nikolai Anatoli Krestianov zuständig. Der «Serini»-Küchenchef bleibt nur bis zum Start der Campingsaison, weil dann im Eichholz viel Arbeit wartet.

Die Burger werden von «Oscars» gebraten, das Unternehmen eröffnet auch in der Welle 7, wo aber Hot Dogs angeboten werden. Unter dem Namen «Los Andes» werden venezolanische Empanadas und Bohnen-Tacos aufgetischt. Schliesslich darf asiatisches Essen nicht fehlen, da kommt «Soriya», das sein Stammlokal in der Rathausgasse betreibt, ins Spiel. Die Mischung des Essens ist gut, die probierten Happen sogar hervorragend. Mittags gibts nicht nur für die studentische Nachbarschaft günstige Preise und abends wird sich zeigen, ob Bernerinnen und Berner den Ort als neuen Treffpunkt entdecken werden.

Halle 16
Fabrikstrasse 16, 3012 Bern
halle16.ch


Claudia Salzmann
Autorin
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