»Cloud Coffee« erobert Social Media – zu Recht?
Bei der neuen Kaffee-Kreation verbinden sich Kokosnussnoten, cremiger Obers und kräftiger Espresso zu einem tropisch-leichten Genuss – doch reicht das, um zum nächsten viralen Hit zu werden?
Steigen die Temperaturen, wächst auch die Lust auf kühle Kaffeevarianten – allen voran auf den beliebten Iced Coffee. Ob klassisch mit Eiswürfeln, als Cold Brew oder verfeinert mit Sirup und cremigem Milchschaum: Der erfrischende Kaffeeklassiker gehört längst zum festen Repertoire sommerlicher Genussmomente. Und ähnlich wie sein heißes Pendant zeigt sich auch der Iced Coffee wandlungsfähig: Vom »Whipped Coffee« bis zum »Espresso-Cola« – immer neue Kreationen sorgen für Abwechslung im Glas.
Zugegeben, nicht jedes Getränk löst einen Hype aus wie einst die berühmte Dubai-Schokolade oder ist ihn überhaupt wert – und auch wenn die Falstaff-Redaktion den neuen Coffee-Trend gerade erst entdeckt, könnte der »Cloud Coffee« einen Versuch wert sein.
Das steckt dahinter
Im Gegensatz zu vielen anderen Hype-Drinks gibt es hier keine starren Regeln. Die Zubereitung variiert je nach Vorliebe, auch wenn sich ein Grundrezept mit drei Hauptzutaten etabliert hat: frischer Espresso, Kokosnusswasser und Milch oder Kaffeeobers nach Wahl.
Die beliebteste Zubereitungsart funktioniert denkbar einfach: Zuerst wird kaltes Kokoswasser über Eiswürfel ins Glas gegossen. Anschließend wird der heiße Espresso mit Milch oder dem Kaffeeobers in einem separaten Gefäß cremig aufgeschäumt – am besten mit einem Milchaufschäumer – und über das Kokoswasser gegossen, sobald eine luftige Textur entstanden ist.
Einige Kaffeefans interpretieren das Rezept freier: Sie mischen alle Zutaten direkt im Glas oder fügen die Komponenten in beliebiger Reihenfolge zusammen. Wer mag, kann den Drink zusätzlich mit einem Schuss Vanille- oder Ahornsirup verfeinern – notwendig ist das für den typischen Geschmack aber nicht. So individuell wie der Look des »Cloud Coffee« ist also auch seine Zubereitung.
Verwechslungsgefahr?
Tatsächlich weist der »Cloud Coffee« sowohl optisch als auch in der Zubereitung deutliche Parallelen zum bekannten »Whipped Coffee« auf. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Basis: Anstelle von Instantkaffee kommt frischer Espresso zum Einsatz – kombiniert mit Kokosnusswasser, das dem Trendgetränk eine besonders erfrischende Note verleiht.
Die Kaffee-Kreation weist auch zum Kokosnusswasser-Americano, der im Frühjahr für Aufsehen sorgte, klare Parallelen auf – und lässt sich als verspielte Variante davon verstehen. Während der Americano lediglich aus zwei Komponenten besteht – frisch gebrühter Espresso, der über gefrorenes Kokosnusswasser gegossen wird – bringt der »Cloud Coffee« mit aufgeschäumter Milch oder dem Kaffeeobers eine cremige Komponente ins Spiel. Damit vereint er das Beste aus zwei Trends: puristische Frische und luftige Leichtigkeit – perfekt für heiße Sommertage.