Freitag der 13.: Zwischen kulinarischen Köstlichkeiten und Aberglauben
Nicht nur zu Silvester, auch an dem vermeintlichen Unglückstag gibt es Rezepte, die als glücksbringend betrachtet werden.
Eine schnelle Bewegung und die Kaffeetasse oder das volle Wasserglas kippt um, die Kante am Schreibtisch übersehen oder die Straßenbahn um wenige Augenblicke verpassen – es ist doch wie verhext. Ein Blick auf den Kalender verrät auch warum: Es ist Freitag, der 13. Im Volksglauben für viele nach wie vor der Unglücktag schlechthin. Obwohl sich um diesen Tag viele Mythen und Irrglauben ranken, ist dieser »Unglückstag« einfach nur ein Tag wie jeder andere oder etwa nicht?
Missgeschicke reihen sich normalerweise nicht an einem bestimmten Tag ein, aber woher kommt die Auffassung, dass sich gerade an diesem Tag das Universum gegen einen verschworen hat? Die Geschichte geht auf eine christliche Traditionen zurück, die den Freitag als Unglückstag betrachtet, da Jesus an einem solchen gekreuzigt wurde. Und auch die Zahl 13 kommt weder in der Geschichte noch in unterschiedlichsten Mythologien gut weg. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich diese beiden Assoziationen zu einem großen Symbol für Unglück verbunden.
Der Gedanke in den Köpfen...
Bräuche wie das Werfen einer Prise Salz über die Schulter, das Zerbrechen eines Spiegels oder das Vermeiden, unter einer Leiter hindurchzugehen, sind den meisten von uns sicherlich schon mindestens einmal im Leben begegnet. Ähnlich wie Leitern oder verstreutes Salz galten schwarze Katzen als Zeichen des Unglücks, und für besonders abergläubische Menschen sind sie nach wie vor ein Vorbote des Unheils.
Aber nicht nur bestimmte Symbole können an dem Tag für Unruhe sorgen, auch bestimmte Lebensmittel – so heißt es – verheißen oft nichts Gutes. So soll beispielsweise Wasser aus offenen Behältern Unglück bringen, da es in vielen Kulturen mit negativen Energien und sogar bösen Geistern in den Behältern assoziiert wird. Zwar nicht nur am Freitag den 13. aber besonders da, sollte der Genuss von unreifem Obst vermieden werden. Dieses steht vorrangig für »unglücklich sein« oder unvollständige Vorhaben. Ebenso negativ behaftet: ein Fisch mit vielen Gräten – dieser steht für viele anstehende Herausforderungen.
Kulinarische Glücksbringer?
Spinnt man diesen Gedanken jetzt weiter, könnte es nicht nur gastronomische »Vorboten des Unglücks« sondern auch kulinarische Glücksbringer geben. Ob Aberglaube oder nicht, köstlich sind die Rezepte allemal und das Zubereiten könnte sich als ein neues Ritual erweisen. Falstaff hat sich auf die Suche nach »glückbringenden Rezepten« gemacht.
Vietnamesische Sommerrollen
Die köstlichen Rollen sollen in der vietnamesischen Kultur für Wohlstand und Glück stehen und werden daher zu Familienfesten zubereitet.
Pasta al Pesto Genovese
Ähnlich wie die Sommerrollen, soll auch die Pasta Glück bringen – mehr noch, wenn es sich bei der Pasta um Spaghetti oder Linguine handelt, soll dem Genießer ein besonders langes Leben vergönnt sein.
Rote Bohnen Eintopf
In Südeuropa und Lateinamerika stehen rote Bohnen für Wohlstand und Fülle sowie Energie. Somit werden sie in den südlichen Gefilden Europas zu einem gelungenen Glücksessen.
Äpfel im Blätterteig
Das Obst gilt in vielen Kulturen als Symbol für Gesundheit, Liebe und Glück und laut Überlieferungen galt es in der Antike als magische Frucht. Um Glück zu bringen, muss es allerdings nicht zwingend im Blätterteig genossen werden.