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Gebackene Kastanien: So gelingen sie richtig

Herbst
Rezept

Mit den richtigen Kenntnissen über die essbaren Sorten und etwas Geduld bei der Zubereitung steht einem köstlichen Genuss nichts mehr im Wege.

Der Herbst bringt bunte Blätter, gemütliche Abende am Kamin und – für viele – die Lust auf frisch geröstete Kastanien. Doch Vorsicht: Nicht alle Kastanien sind essbar! Während die Früchte der Esskastanie eine leckere Herbstdelikatesse sind, sind die der Rosskastanie für den Menschen giftig. Wer Kastanien selbst sammeln möchte, sollte daher unbedingt wissen, wie man die beiden Arten unterscheidet, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

So unterscheiden Sie richtig

Auf den ersten Blick sehen sich Esskastanien und Rosskastanien ähnlich, was leicht zur Verwirrung führen kann. Doch mit ein paar einfachen Hinweisen lassen sich die beiden Arten klar voneinander abgrenzen:

  • Standort: Esskastanien finden sich häufig in Wäldern oder an Berghängen, während Rosskastanien oft in Parks oder entlang von Straßen stehen.
  • Fruchthülle: Esskastanien sind von einer braunen, sehr stacheligen Hülle umgeben, die meist mehrere Früchte enthält. Die Hülle der Rosskastanie ist grün, mit weit auseinander stehenden, kürzeren Stacheln und enthält in der Regel nur eine Frucht.
  • Form der Früchte: Die essbare Kastanie hat eine flache Seite und eine spitz zulaufende Form, während Rosskastanien rund sind.
  • Blätter: Esskastanienblätter sind schmal und gezähnt, die der Rosskastanie hingegen größer und handförmig.

Man sollte dennoch immer auf der sicheren Seite bleiben. Eine Vergiftung durch Rosskastanien kann nämlich zu Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen und sogar zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, die Kastanien von einem Fachmann überprüfen zu lassen oder sie in einem seriösen Geschäft zu kaufen.

Tipps und Tricks für die Zubereitung

Besonders beliebt sind geröstete Kastanien, die sich nicht nur auf offener Flamme, sondern auch im Ofen zubereiten lassen. Esskastanien sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Sie enthalten viel Eisen, Phosphor, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie Vitamine der B-Gruppe. Zudem fördern sie dank ihres hohen Ballaststoffgehalts die Verdauung und geben langanhaltend Energie. Eine empfohlene Portion liegt bei etwa 40 Gramm geschälten Kastanien pro Person.

Schritt für Schritt zu perfekten Ofenkastanien:

  1. Die Kastanien vorbereiten: Vor dem Rösten sollten die Kastanien gewaschen und an der bauchigen Seite eingeritzt werden. Dieser Schritt verhindert, dass sie im Ofen explodieren.
  2. Das Einweichen: Manche schwören darauf, die Kastanien für zwei Stunden in Wasser einzuweichen, bevor sie in den Ofen kommen. Dies soll sie weicher machen. Andere hingegen lassen die Kastanien lieber an der Luft trocknen, um ein knackigeres Ergebnis zu erzielen.
  3. Das Rösten: Die eingeritzten Kastanien auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei etwa 220 °C für 20 bis 35 Minuten rösten, je nach Größe. Sobald die Schale aufgeplatzt ist und die Kastanien leicht gebräunt sind, sind sie fertig.
  4. Nach dem Rösten: Geben Sie die heißen Kastanien nach dem Rösten in ein Tuch und lassen Sie sie kurz ruhen. So lassen sie sich leichter schälen. Am besten schmecken sie warm serviert.

Sollten Kastanien übrig bleiben, können diese problemlos für ein paar Tage gelagert werden. Dazu sollten sie geschält und vollständig abgekühlt werden, bevor sie in einem luftdichten Behälter oder Gefrierbeutel aufbewahrt werden.

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Kristina Mitrovic
Kristina Mitrovic
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