So tickt der neue Direktor im «Schweizerhof Bern»
Sascha Spiegel war zuletzt Hotel Manager des «Grand Hotels Victoria-Jungfrau» in Interlaken. Nun hat er das Luxushotel «Schweizerhof» in Bern übernommen.
Für Sascha Spiegel ist es eine Rückkehr: Vor 25 Jahren absolvierte er in der «Jack’s Brasserie» seine Lehre als Kellner, heute steht er dem «Hotel Schweizerhof» als Direktor vor. Bereits im November trat der Berner die Direktorenstelle an und übernahm sie von seinem Vorgänger Maximilian von Reden. Besitzerin des «Schweizerhofs» ist die katarische Botschaft, die das Luxushotel im Jahr 2011 kernsaniert und umgebaut hat.
Nach drei Monaten im Amt hat sich Sascha Spiegel gut eingelebt, erzählt er beim Medienfrühstück. Zwei Mitarbeitende der «Jack’s Brasserie» kennt er sogar noch aus seiner Lehrzeit, auch das Interieur der Brasserie sei ähnlich wie damals. Veränderungen gab es hingegen in der Küche: Auf Wolfgang Schmidt, der bis Ende 2025 Küchenchef war, folgte Stephan Koltes. Dieser war zuvor im Spitzenrestaurant «Burgstrasse 9» in Thun tätig und kochte davor im «Salzano» in Interlaken.
Damit haben Koltes und Spiegel etwas gemeinsam: Auch Sascha Spiegel arbeitete in Interlaken, als Hotel Manager des «Victoria-Jungfrau». Mit Luxusgästen ist Spiegel also bestens vertraut. Ziel für die «Jack’s Brasserie» dürfte es sein, die 91 Falstaff-Punkte zu bestätigen. Spiegel und Koltes wollen vermehrt auf Saisonküche und Klassiker setzen. «Wir haben viele Stammgäste, die drei- bis viermal wöchentlich hier essen. Ihnen wollen wir Abwechslung bieten.»
Club Sandwich und Schnitzel
Einige Änderungen sind bereits sichtbar: Das «Jack’s»-Menü wurde in den letzten Wochen ausführlicher gestaltet und mit einer Trüffelkarte sowie einem Austern-mit-Champagner-Angebot ergänzt. Zudem werden in der «Lobby Lounge Bar» wieder Club Sandwich und das stadtbekannte Schnitzel serviert. «Wir greifen aber auch das Thema Kaffee und Kuchen in der Lobby Lounge Bar auf, mit dem wir ein jüngeres Publikum anziehen wollen», sagt der Direktor.
Er liebt es, hochwertige Fleischgerichte, Meeresfrüchte oder Fisch anzubieten. Privat bezeichnet sich Spiegel jedoch als einfachen Esser: Pizza, Pasta und Burger gehören zu seinen Favoriten. Er wohnt etwas ausserhalb von Thun, ist Vater eines vierjährigen Sohnes und pendelt täglich nach Bern. Das Hotel liegt nur einen Steinwurf vom Berner Bahnhof entfernt – genau das sei allerdings auch eine Herausforderung. Seminargäste übernachten oft nicht im «Schweizerhof», sondern reisen selbst nach langen Tagen noch nach Zürich, Basel oder Luzern weiter. «Wir bieten vermehrt Privatausflüge an, damit die Gäste bleiben. Denn der Kanton Bern hat viel zu bieten, und auch die Stadt Bern ist mehr als nur eine Nacht wert.»
3001 Bern
Schweiz