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Was ist der Unterschied zwischen Grana Padano und Parmesan?

Käse
Herkunft

Grana Padano oder Parmigiano Reggiano – beide sind beliebte italienische Hartkäse, doch Herkunft, Reifezeit und Geschmack unterscheiden sich deutlich. Erfahren Sie, welcher Käse sich für den Alltag eignet, welche Gerichte besonders profitieren und warum der Preisunterschied gerechtfertigt ist.

Italienischer Hartkäse ist in vielen Küchen unverzichtbar, von Pasta über Risotto bis hin zu Salaten und Pizza. Im Handel sind vor allem Grana Padano und Parmigiano Reggiano (Parmesan) zu finden, doch auf den ersten Blick ist der Unterschied nicht immer sofort erkennbar. Welcher Käse ist der richtige? Warum ist der eine meist deutlich teurer als der andere? Bei genauerem Hinsehen zeigen sich klare Unterschiede in Herkunft, Herstellung, Reifezeit und Geschmack.

Herkunft und geschützter Name

Parmigiano Reggiano darf ausschließlich in den Provinzen Parma, Reggio Emilia, Modena sowie Teilen von Bologna und Mantua hergestellt werden. Die geschützte Ursprungsbezeichnung (DOP) garantiert, dass der Käse nach traditionellen Methoden produziert wird. Grana Padano ist ebenfalls DOP-geschützt, darf jedoch in einem größeren Gebiet der Po-Ebene hergestellt werden.

Milch, Fütterung und Herstellung

Für Parmigiano Reggiano wird ausschließlich Rohmilch von Kühen aus den genannten Regionen verwendet. Diese Kühe erhalten nur Gras und Heu als Futter. Bei Grana Padano stammt die Milch von Kühen aus der gesamten Po-Ebene, wobei auch Silage erlaubt ist, was den Geschmack milder beeinflusst. Parmigiano Reggiano wird ohne Zusatzstoffe hergestellt, während Grana Padano pasteurisierte Milch enthalten kann und das Enzym Lysozym zur Vermeidung von Lochbildung verwendet werden darf.

Reifezeit und Geschmack

Parmigiano Reggiano reift mindestens 12 Monate, viele Laibe sogar 24 bis 36 Monate oder länger. Mit zunehmender Reifezeit wird der Geschmack intensiver, nussig-würzig, und die Textur körniger und leicht bröckelig. Grana Padano reift mindestens 9 Monate, teilweise aber auch bis 36 Monate, schmeckt milder und hat eine etwas weichere Konsistenz.

Preisunterschied

Parmigiano Reggiano ist teurer als Grana Padano. Die höheren Kosten resultieren aus den strengeren Produktionsvorgaben, der Verwendung von Rohmilch und der längeren Reifezeit. Grana Padano bietet trotz niedrigerem Preis eine hochwertige Alternative für den täglichen Gebrauch.

Verwendung in der Küche

Beide Käsesorten eignen sich für viele Gerichte und bringen jeweils ihre typischen Aromen ein. Grana Padano ist ideal für den Alltag: Er schmilzt gut, würzt Pizza, Ofengemüse, Pasta mit kräftiger Sauce oder Gratins und passt auch über Salate, frisches Gemüse oder Antipasti. Parmigiano Reggiano entfaltet seinen kräftigen, nussig-würzigen Geschmack besonders bei feineren Gerichten: gehobelt auf Pasta al burro, Risotto, Carpaccio oder klassischen Aufläufen wie Parmigiana di Melanzane. Für den Alltag reicht Grana Padano, wer hingegen Gerichte verfeinern oder intensive Aromen erzeugen möchte, greift besser zu Parmigiano Reggiano.


Redaktion
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