5 Spitzenköche verraten ihre Lieblingsgerichte
Was essen Spitzenköch:innen am liebsten? Von Kindheitserinnerungen bis hin zu exotischen Lieblingsgerichten – hier kommen ihre Leibspeisen.
Man denkt bei Spitzenköchen sofort an aufwändige Menüs und kreative Haute Cuisine. Aber was passiert, wenn man sie nach ihrem Lieblingsgericht fragt? Die Antworten sind manchmal überraschend, oft nostalgisch – und immer menschlich. Wir haben fünf Top-Köche nach ihrem persönlichen Comfort Food gefragt.
Christoph Kunz – Komu, München
Man könnte erwarten, dass ein Sternekoch feine Foie Gras oder handgerollte Trüffelravioli nennt. Christoph Kunz überrascht: Sein Herz schlägt für »Chicken Nuggets vom goldenen M«. Ja, richtig gelesen. Der Meister der gehobenen Küche liebt das einfache, knusprige Glück aus der Kinderzeit. Manchmal braucht es eben keine Michelin-Sterne, nur ein bisschen Süß-Sauer-Soße.
Elif Oskan – Gül, Zürich
Für Elif Oskan ist das Lieblingsessen pure Kindheit auf einem Teller: Kartoffelteigtaschen ihrer Mutter. »Sich auf nur ein Gericht zu beschränken fällt mir unglaublich schwer«, erzählt sie, »aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann wäre es dieses. Es ist für mich pure Kindheit und Geborgenheit auf einem Teller«.
Clara Aue – Heu und Gabel, Wien
Manchmal darf es klassisch sein: Clara Aue schwört auf Paprikahendl mit Nockerl. Ein Gericht, das Wärme, Geschmack und Heimat vereint – perfekt für die Momente, in denen man sich einfach fallenlassen will.
Alexander Herrmann, Aura im Posthotel Alexander Herrmann (Wirsberg)
Alexander Herrmann macht es spannend: »Für mich ist die Leibspeise immer ein Spiegelbild von dem wo, mit wem und in welcher emotionalen Energie ich mich gerade befinde«. Mal ist es ein Wiener Schnitzel, mal eine Ochsensemmel im Bierzelt, mal einfach auf dem Feuer gegrillte Garnelen mit Zitrone und Olivenöl. Für ihn ist Leibspeise ein Erlebnis, kein einzelnes Gericht – ein schöner Reminder, dass Essen immer auch Gefühl ist.
Tim Raue – Restaurant Tim Raue, Berlin
Bei Tim Raue geht es um Fernweh auf dem Teller: »Ich möchte nicht ohne thailändisches, vietnamesisches und chinesisches Essen leben müssen. Wenn ich in Berlin bin, dann muss ich bei und von ›Do De Li‹ essen«. Für ihn sind Aromen, Schärfe und Gewürze der Schlüssel zu kulinarischer Glückseligkeit – und ein bisschen Abenteuer darf dabei nie fehlen.