Das kommt bei Spitzenköchen privat auf den Tisch
Wie sind Spitzenköch:innen eigentlich so privat? Wir haben fünf von ihnen gefragt, welche Gerichte sie für ihre Liebsten zubereiten.
Wenn Spitzenköch:innen im Restaurant am Herd stehen, geht es oft um Perfektion, Techniken und Präzision. Doch was passiert, wenn dieselben Menschen für ihre Familie oder Freund:innen kochen? Kochen sie privat überhaupt? Wir haben bei einigen Köch:innen nachgefragt.
Maximilian Stock, Genießerstube im Alpenhof
»Privat steht eher die einfache, traditionelle Küche auf dem Plan. Ein Klassiker bei uns zu Hause sind die Zillertaler Holzknechtkrapfen – eine Art Palatschinke, gefüllt mit Kartoffeln, Käse, Zwiebeln und Schnittlauch, in Butter herausgebacken, dazu ein Glas kalte Buttermilch. Ganz bodenständig, aber wirklich gut.«
Elif Oskan, Gül
»Ich liebe es, die Klassiker aus meiner Kindheit zu kochen – Lahmacun, Bulgur mit Joghurt oder ein Gemüseeintopf, scharf und sauer abgeschmeckt, als kleine Hommage an Anatolien. Das sind Gerichte, die wärmen und verbinden. Ich glaube: Wenn ein Gericht nicht nur satt, sondern auch ein bisschen glücklich macht – dann ist es wirklich gelungen.«
Alina Meissner, bi:braud
»Ich liebe Eintöpfe! Ein guter Eintopf lebt von dem, was man reinsteckt – gute Zutaten, Zeit und Liebe. Außerdem lässt er sich super vorbereiten, sodass ich selbst entspannt mit meinen Freunden am Tisch sitzen und genießen kann, anstatt die ganze Zeit in der Küche zu stehen. Es ist auch etwas sehr Verbindendes – alle essen aus einem Topf, es ist gemütlich und bodenständig. Genau das, was ich nach einem langen Tag im Restaurant brauche.«
Tim Raue, Restaurant Tim Raue
»Ich koche privat tatsächlich nicht, wir gehen essen, das macht mir viel mehr Freude, denn ich sehe meine Freunde und meine Familie nicht oft und möchte dann jede Minute mit ihnen genießen. Ich nenne das: Unterstütze stets die lokale Gastronomie, gehe aus!«
Paul Ivić, Tian Restaurant
»Ich koche gerne viel und oft. Abgesehen von den morgendlichen Palatschinken und der Vorliebe meiner Kinder für meine Ofenpommes und Wiener Schnitzel gibt es nichts Spezielles.«