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© Viviana-DAngelo, Lukas Kirchgasser, nilshasenfotografie, Tian, Kirchgasser Photographie/ Hotel Alpenhof, Foto beigestellt

Kulinarische Sehnsuchtsorte von Spitzenköchen

Nachgefragt
Koch
Köchin

Auch Spitzenköch:innen haben Traumziele: Welche Länder würden sie wählen, wenn sie einmal eine Zeit lang außerhalb ihrer Heimat kochen könnten – und warum? Wir haben sechs Top-Köch:innen nach ihren kulinarischen Wunschzielen gefragt.

Für viele Köch:innen bedeutet Kochen nicht nur Handwerk, sondern auch Abenteuer und Inspiration. Neue Länder, neue Zutaten, andere Küchenstile eröffnen völlig neue Perspektiven auf die eigene Arbeit. Wir haben Spitzenköch:innen gefragt, in welchem Land sie gerne einmal eine Zeit lang kochen würden – und welche Gründe hinter dieser Wahl stehen. Die Antworten geben einen Einblick in persönliche Vorlieben, kulinarische Träume und die Vielfalt internationaler Küche.

Elif Oskan – »Gül«, Zürich

Markus Stöckle und Elif Oskan in Singapur.
© RTL / Endemol Shine / Benjamin Donath

Ich glaube, ich könnte überall kochen – aber besonders spannend wäre eine Zeit in einem kleinen Land, um lokale Produkte zu entdecken und mit vertrauten Techniken etwas Neues zu erschaffen. Vielleicht irgendwo in Georgien oder Japan – nicht wegen Effekthascherei, sondern um meinen Geist zu nähren und Neues zu entdecken.


Paul Ivic – »Tian«, Wien

© Ingo Pertramer

Im Haus meiner Großeltern in Kroatien. Ein ganzes Jahr lang, damit ich mit dem Rhythmus der Natur kochen kann. Gemüse vom eigenen Garten, Olivenöl von der Familie, Butter und Käse von den eigenen Kühen, Eier von den Hühnern und Wein von unserem Weinberg. Warum? Um ein besseres Verständnis für den Heimatort meines Vaters zu bekommen und nochmals die Nähe zu meinen verstorbenen Großeltern zu spüren. Und, weil ich diesen Ort liebe.


Alina Meissner – »bi:braud«, Ulm

Erst vor kurzem holte sich Alina Meissner-Bebrout Tim Ostertag ins Team
© Vivi D'Angelo

Definitiv Japan. Ich hatte bis jetzt noch keine echten Berührungspunkte mit authentischer japanischer Küche und hier gäbe es einfach unglaublich viel zu lernen. Diese Präzision, dieser Respekt vor jedem einzelnen Produkt, diese jahrhundertealten Traditionen – das fasziniert mich total. Besonders diese Kunst, aus wenigen, perfekten Zutaten etwas Außergewöhnliches zu schaffen, ohne dass es überladen wird.


 Lukas Nagl – »Bootshaus«, Traunkirchen

© Georg Kukuvec

In Japan. Weil die Lebenseinstellung und die Philosophie einfach zu 100 Prozent passen. Auch zu dem, was meine Teams und ich täglich in den Restaurants und Hotels der Gröller Hospitality (Bootshaus, Wirtshaus Poststube 1327, Belétage) leben.


Maximilian Stock – »Genießerstube im Alpenhof«, Hintertux

© Kirchgasser Photographie Hotel Alpenhof

Ja, ein kleiner Traum wären die Malediven. Ich war dort mal auf Urlaub und man sieht immer wieder Gastköche, die dort ein paar Tage in einem Resort kochen. Diese Kombination aus Natur, Ruhe und Kochen mit regionalen, selbst angebauten Produkten – das würde mich sehr reizen.


Tim Raue – »Restaurant Tim Raue«, Berlin

© Nils Hansen

Ich möchte nicht kochen, sondern essen gehen! Ich würde gerne Kalifornien erfressen und hoffe, das 2027 zu schaffen. Mein Freund Jan Hartwig war von den Lebensmitteln, den einfachen Küchen, dem Streetfood und einigen Sternerestaurants so begeistert, dass ich total neugierig bin.


Hannah Speyer
Hannah Speyer
Chefin vom Dienst Digital
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