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© Wolfgang Schott

Constantin Krauß übernimmt die Küche im »Kesselhaus« in Osnabrück

Personalie
Koch
Wechsel

Ab August übernimmt der 27-jährige Constantin Krauß die Küche des Sternrestaurants – mit Erfahrung aus Drei-Sterne-Küchen und einer eigenen Idee von französischer Küche.

In Osnabrück wechselt ein Sternerestaurant seine kulinarische Handschrift: Ab dem 1. August 2026 übernimmt der 27-jährige Constantin Krauß die Küchenleitung im »Kesselhaus«. Er folgt auf Randy de Jong, der das Haus verlässt, um sich neuen Projekten zu widmen.

Für das von Thayarni Garthoff, Falstaff Gastronomin des Jahres 2025, geführte Restaurant markiert der Wechsel mehr als einen personellen Schritt. Seit 2019 hat sich das Kesselhaus in einer ehemaligen Möbelfabrik als feste Größe in der deutschen Spitzengastronomie etabliert und wird seit 2020 durchgehend mit einem Michelin Stern ausgezeichnet.

Vom Drei-Sterne-Kosmos nach Osnabrück

Krauß kommt aus einer der härtesten Ausbildungsstätten der deutschen Spitzengastronomie: Zuletzt war er Souschef im Drei-Sterne-Restaurant »The Table – Kevin Fehling« in Hamburg. Davor führte ihn sein Weg über Stationen im Restaurant »Olivo«, ins klassisch geprägte Drei-Sterne-Haus »Bareiss« sowie über die Hotelfachschule Heidelberg.

Thayarni Garthoff mit Constantin Krauß.
© Wolfgang Schott
Thayarni Garthoff mit Constantin Krauß.

Seine kulinarische Prägung ist entsprechend breit: klassische französische Küche trifft auf moderne Präzision, technisches Handwerk auf die klare Handschrift einer neuen Generation.

Norddeutsch, persönlich, produktgetrieben

In Osnabrück will Krauß nun erstmals die volle kulinarische Verantwortung übernehmen – und den Stern nicht nur halten, sondern weiterentwickeln. Seine Idee: eine französisch geprägte Küche, die konsequent mit persönlichen Erinnerungen und norddeutschen Einflüssen arbeitet.

Erste Gerichte geben die Richtung vor. Ein Amuse Bouche mit dem Namen »Frische Brise« verbindet knusprigen Algenkrokant mit Makrelen-Tatar und jodigen Meeresnoten – eine direkte Referenz an seine Herkunft aus Kiel. Auch Kindheitserinnerungen finden Eingang in die Küche: Das Hühnerfrikassee seiner Mutter wird neu interpretiert, als fein gearbeitete Variante mit confiertem Perlhuhn und Sauce Albufeira.

Dazu kommt ein klarer Fokus auf regionale Produzenten aus dem Osnabrücker Umland.

Offene Küche, klares Konzept

Serviert wird an vier Abenden pro Woche ein siebengängiges Menü, das sich strikt an der Saison orientiert. Auf Wunsch ist eine verkürzte Variante mit fünf Gängen möglich – auch vegetarisch oder pescetarisch. Ergänzt wird das Angebot durch ein samstägliches Lunchmenü in kompakter Form.

Die Bühne für das neue Kapitel ist die offene, gläserne Küche des Hauses – ein bewusst gewählter Rahmen, der den Blick auf das Handwerk erlaubt und den Anspruch des Restaurants sichtbar macht.

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Neulandstraße 12
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