Zum Inhalt springen
© Shutterstock (Symbolbild)

Der Avocado-Trick von Jaques Pépin: So verfärbt sie sich nicht

Gemüse
Avocado
Tipps

Das Braunwerden ist der Fluch der Avocados, aber ein überraschender Kniff des französischen Spitzenkochs kann die Verfärbung aufhalten.

Wer Avocados liebt, kennt auch ihre sprichwörtlich dunkle Seite: schnell wechselt das Gemüse von saftigem Grün auf unappetitliches Braun. Einen simplen Trick, um das Braunwerden zu vermeiden, verrät nun der französische Chefkoch Jacques Pépin: Eintauchen in kaltes Wasser.

Die Idee soll Pépin spontan gekommen sein, als er Avocados zu Guacamole verarbeitete. Nachdem er die Frucht aufgeschnitten hatte, tauchte er sie in kaltes Wasser und verzögerte damit die Verfärbung, wie er in einem Video erklärt. Bei der Zubereitung von Guacamole würde auch die Säure der Limetten die Verfärbung der Avocado verlangsamen, aber für Salate oder Bowls könnte der Wasser-Trick nützlich sein.

Hintergrund nicht restlos geklärt

Deshalb verfärben sich Avocados: Das Fruchtfleisch enthält sogenannte phenolische Verbindungen, die bei Kontakt mit Sauerstoff reagieren – und dadurch die typische bräunliche Verfärbung auslösen. Um das zu verhindern, gibt es zwei gängige Ansätze: Entweder man reduziert den Kontakt mit Luft, etwa durch Frischhaltefolie oder luftdichte Behälter, oder man greift zu säurehaltigen Zutaten wie Zitronen- oder Limettensaft, die die verantwortlichen Enzyme hemmen. Vor diesem Hintergrund lässt sich auch der Wasser-Trick zumindest teilweise erklären: Möglicherweise schirmt das kalte Wasser die Avocado kurzfristig von Sauerstoff ab oder spült einen Teil der reaktiven Stoffe von der Oberfläche.

Der Trick, Avocado kurz unter fließendes Wasser zu halten oder sie kurz in ein Gefäß mit Wasser zu tauchen, kursiert vermehrt im Netz. Restlich geklärt ist aber nicht, warum die Methode tatsächlich funktioniert. Pépin selbst kann von seinen guten Erfahrungen, liefert aber keine genauen wissenschaftlichen Hintergründe.

Redaktion
Mehr zum Thema
1 / 12