Mehrwertsteuer auf Speisen sinkt auf 7 Prozent: Wird Essen gehen wieder günstiger?
Die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie fällt dauerhaft von 19 auf sieben Prozent. Doch was bedeutet das konkret für Preise, Betriebe und vor allem die Gäste?
Nun ist es beschlossen: Die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie wird dauerhaft von 19 auf sieben Prozent gesenkt. Bis zum endgültigen Beschluss war es ein langer Weg. Das Steueränderungsgesetz 2025 wurde bereits am 10. September von der Bundesregierung auf den Weg gebracht, am 4. Dezember vom Bundestag beschlossen und nun am 19. Dezember vom Bundesrat bestätigt. Die Änderung wird zum 1. Januar 2026 in Kraft treten und somit eine während der Corona-Pandemie eingeführte Übergangsregelung verstetigt. Ziel der Maßnahme ist es, Restaurants, Cafés und Gastbetriebe langfristig finanziell zu entlasten.
Wird Essen gehen wieder günstiger?
Mit der Senkung der Mehrwertsteuer steigt die Hoffnung der Gäste, dass Restaurantbesuche wieder günstiger werden. Doch Michael Buchna, Hotelier und Präsident des DEHOGA Saarland, weist darauf hin, dass die Senkung nicht automatisch zu niedrigeren Preisen auf der Speisekarte führen wird. »Die Maßnahme dient in erster Linie der Stabilisierung der Betriebe. Viele liegen immer noch deutlich unter dem Umsatzniveau von 2019. Die Entlastung wird vor allem genutzt, um Kosten zu decken oder notwendige Investitionen zu tätigen«, erklärt Buchna.
Die Gastronomie ist nämlich nach wie vor durch Fachkräftemangel und steigende Betriebskosten belastet. Nach Angaben des DEHOGA-Zahlenspiegels lag der reale Umsatz der speisengeprägten Gastronomie im ersten Quartal 2025 16,4 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Fachkräfteengpässe, insbesondere bei internationalen Mitarbeitenden, erhöhen den Druck auf die Betriebe zusätzlich. Die dauerhafte Mehrwertsteuersenkung soll den Betrieben mehr Planungssicherheit geben und die wirtschaftliche Stabilität sowie Vielfalt in der Gastronomie zu sichern.