Schale gut, alles gut: Der Trick mit dem Apfelpulver
Wenn das nächste Mal ein Rezept nach Äpfeln ruft, dann sollten Sie die Schalen nicht wegwerfen.
Beim Backen von Apfelkuchen-, Strudel oder auch bei der Zubereitung von Kompott werden Äpfel oft geschält – aus gutem Grund. Die Schale kann in cremigen Füllungen stören und die Konsistenz unangenehm verändern. Aber anstatt die Schalen einfach wegzuwerfen, lohnt sich ein zweiter Blick: Sie enthalten wertvolle Nährstoffe und lassen sich wunderbar weiterverwenden. Getrocknet und gemahlen entsteht aus Apfelschalen ein feines Pulver mit vielen Einsatzmöglichkeiten. Es bringt nicht nur eine natürliche Süße und ein dezentes Apfelaroma in verschiedene Gerichte, sondern wirkt auch leicht sättigend und bindend.
Im Frühstück sorgt die gemahlene Apfelschale im Porridge oder Müsli für die fruchtige Note und mehr Nährstoffe. Smoothies werden durch das Pulver nicht nur aromatischer, sondern auch cremiger und fallweise länger sättigend. Auch herzhafte Gerichte profitieren vom Apfelpulver. Ein Süßkartoffelauflauf mit Speck bekommt dadurch eine feine süß-herzhafte Tiefe. Und bei mit Chutneys beispielsweise lässt sich der Apfelgeschmack gezielt verstärken – ohne Zusätze aber dafür mit cleverer Resteverwertung.
Schnell und einfach
Die Herstellung von Apfelpulver beginnt prinzipiell schon vor dem Schälen. Wenn die Schalen noch am Apfel sind, lassen sie sich deutlich einfacher gründlich waschen – wichtig, um Wachsreste und andere Rückstände zu entfernen. Wer also beim nächsten Rezept Apfelpulver gewinnen möchte, sollte daran denken.
Für besonders feines Pulver müssen die Schalen vollständig getrocknet werden. Das klappt entweder im Dörrgerät oder im Backofen. Wichtig dabei ist genug Platz zu lassen, damit die Luft gut zirkulieren kann. Im Dörrgerät dauert das Trocknen rund 12 Stunden bei 40 °C, im Backofen etwa 2–3 Stunden bei 93 °C. Die Schalen sind fertig, wenn sie beim Brechen deutlich knacken. Weiche, biegsame Stücke brauchen noch etwas Zeit.
Sobald die getrockneten Apfelschalen vollständig abgekühlt sind, lassen sie sich ganz einfach zu feinem Pulver verarbeiten. Am besten gelingt das mit einer Küchenmaschine, einem Mixer oder einer Gewürzmühle – je nach dem, was gerade zur Hand ist. Ist das Pulver erst einmal fertig, sollte es luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Richtig gelagert bleibt es so bis zu sechs Monate haltbar – und jederzeit einsatzbereit für süße oder herzhafte Küchenideen.
Auch in ihrer regulären Form sind Äpfel ein Muss in der Küche – Falstaff hat einige der besten Apfelrezepte parat: