Bachls Restaurant der Woche: »Oniriq«
Nach dem Weggang des Küchenchefs übernahm Souschef Ben Glowacz die Küche, seine Zwillingsschwester Nadine – zuvor im Hangar-7 – ist neue Sommelière. Gemeinsam servieren sie ein ausschließlich regionales Menü voller Kreativität.
Vor drei Jahren war hier vom Umzug des »Oniriq« – Innsbrucks bestes Restaurant – in eine neue Lokalität zu lesen. Stammgäste aus der Immobilienbranche schufen für das seinerzeitige Team einen Ort mit Anleihen am Kopenhagener »Geranium«. Mit neuer Mannschaft kam nach Wirrnissen Ruhe ins Geschehen. Und nun erneut eine Rochade: Nach dem Abgang des Küchenchefs rückte Souschef Ben Glowacz nach, seine Zwillingsschwester Nadine – zuvor im Hangar-7 – ist neue Sommelière. Gestartet wird mit einem vielfältigen »Vorspiel« – Tiroler Blattl mit Karotte und Majoran, gebratener Romanasalat mit fermentiertem Knoblauch und das legendäre Leberkassemmerl mit Eigelb-Mayo, gepickeltem Kohlrabi und Senfkörnern – alles richtig gut.
Bei der Pilzcreme zum Brot besteht Suchtpotenzial. Das Menü (vier oder sieben Gänge) startet mit dem aufwendigsten Gericht – unten eine Zwetschken-Mischung im Stil von Umeboshi, darauf Alpengarnele mit Mangold, Erdnusscreme, darüber Forellenkaviar und rundum Garnelenschaum von den Karkassen. Am besten vertikal durchmischt ergeben die Schichtungen ein großartig komplexes Ganzes. Dann puristisch: Herzbries – das beste Stück der Thymusdrüse – lange blanchiert und knusprig angebraten, darauf blanchierte Blätter von Kohlsprossen mit Preiselbeere in Kerbelsauce. Rosa Rehrücken kommt mit Steinpilzkrokette und orientalisch gewürztem Spinatstreifen mit Nussbutter-Rehlebercreme. Dazu passt ein Glas vom aufregend gut gereiften Blaufränkisch Bühl 2013 von Preisinger. Je nach Budget sind auch die großen Lagen von Krug, Top-Bordeaux, Loire-Raritäten oder eine Magnum Dom Pérignon P3 Rosé 1988 vorrätig.
6020 Innsbruck
Österreich