Der »Wilde Mann« nachgeschmeckt: Hochplateau, Geschichte, Genuss in Lans
Wer nicht nur auf der Suche nach einer urigen Stube sondern auch nach feiner regionaler Kost ist, wird in dem Tiroler Gasthaus definitiv fündig.
Wer es sich leisten kann oder das Privileg genießt, hier schon immer zu wohnen, darf sich über die wunderbar ruhige Lage am Hochplateau über Innsbruck freuen. In Lans oder auch im benachbarten Igls fühlt es sich idyllisch ländlich an – und doch sind es nur Minuten hinunter in die Landeshauptstadt. Umgeben von prächtigen Villen, alten Bauernhöfen und satten Wiesen liegt der – seit dem Mittelalter bekannte – »Wilde Mann« als Hort bürgerlicher Tradition.
Seit 1985 führt die Familie Schatz das stattliche Haus. Eine Reminiszenz an alte Zeiten ist eine eingemauerte Tafel neben dem Eingang mit Hausgerichten zu Schillingpreisen: »Bauernspeck 28,- S« oder günstiger »Tiroler Gröstl 18,- S«. Heute gibt’s in den wunderschönen Stuben etwa ein köstliches Ganslgröstl zu 27 Euro, zuvor empfiehlt sich etwa das Carpaccio vom Tiroler Hirschrücken auf eingelegtem Rotkraut mit gerösteten Walnüssen. Nicht immer zu haben: Bauernbratl vom Viller Berglamm mit Zwiebeln, Karotten, Bratkartoffeln und Krautsalat. Das Service glänzt mit Schmäh, die Weinkarte mit viel Österreich und allerlei aus dem nahen Italien. Das Zillertaler Bier wird vorbildlich gezapft. Und eine Malakofftorte dieser Machart mit »reichlich« Nussbuttercreme kann man wohl lange anderswo suchen gehen.
6072 Lans
Österreich