Das »Wildling« nachgeschmeckt: Tapas, Naturweine und Gerichte zum Teilen in Wien
Das Restaurantkonzept mit Austro-Tapas aus tollen Produkten ist eine Erfolgsgeschichte.
Gibt’s dort nur Wildgerichte? Eine berechtigte Frage von Menschen, die man dorthin einlädt. Nein. »Wildling« ist eher ein Wortspiel aus »wild« im Sinne von kulinarischem Freidenken. Patron Manuel Künz hatte 2021 die Idee geboren, mit österreichischen Tapas, originellen Cocktails, ganz viel Fermentiertem und primär Naturweinen ein niedrigschwelliges Lokal zu gründen. Man startet hier also etwa mit »Honey Ferment Ginger Beer« oder einer sehr peppigen »Kimchi Bloody Mary«. Das Essen ist eher nichts für Teller-Egoisten – die Teller werden mittig eingestellt.
Der Gastro-Großhandel macht hier keine Geschäfte, »wir kennen unsere Bauern beim Vornamen«. Und das schmeckt man auch bei noch knackigem Fenchel in Erdnussmole mit Estragonöl und Birne oder Ofenkarotte mit Ziegenmilch, Labneh und Dillöl, alles von Küchenchef Werner Schörkmayr in »ve-gan«, »vegetarisch« oder »tierische Happen« sortiert. Beim Fleisch erfährt man auf der Karte allenfalls den Betrieb. Vom Biohof Hubicek im Marchfeld stammt etwa Schweinebauch und gepresster Schweinskopf, dünn aufgeschnitten mit Kürbis und Senfkaviar – eine Köstlichkeit. Beim Wein gibt’s Flaschen aus beiden Welten, Natur und Klassik. Der Laden ist voll, offenbar alles richtig gemacht.
1080 Wien
Österreich