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Die Kürbiskernöl-Champions Clemens (4.v.l.) mit Vater Wilfried (5.v.l.) Lackner mit ihren Gratulanten.

Die Kürbiskernöl-Champions Clemens (4.v.l.) mit Vater Wilfried (5.v.l.) Lackner mit ihren Gratulanten.
© Stefan Kristoferitsch

Kürbiskernöl-Championat 2024/25: 23-jähriger Jungbauer gewinnt

Kürbiskernöl
Wettbewerb
Steiermark
Auszeichnung

Wie auch in den vergangenen Jahren wurden in der Steiermark erneut das beste Kürbiskernöl gekürt.

Das Kürbiskernöl-Championat 2024/25 kürt einen neuen Champion: Clemens Lackner. Der 23-jährige Jungbauer aus Söding im steirischen Bezirk Voitsberg triumphierte als jüngster Sieger in der Geschichte des prestigeträchtigen Wettbewerbs und setzte sich gegen 19 weitere Spitzenöle durch. Als Gewinner der Champions-League des steirischen Kürbiskernöls trägt er nun den Titel »Kürbiskernöl-Champion 2024/25«.

Der Wettbewerb, der als das »Championat« für das »grüne Gold der Steiermark« gilt, wurde von der Landwirtschaftskammer Steiermark und der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl organisiert. Austragungsort war die Landesberufsschule Bad Gleichenberg, wo eine hochkarätige 70-köpfige Expertenjury die besten Kürbiskernöle des Landes verkostete und bewertete.

Leidenschaft und Familientradition

Der Erfolg von Clemens Lackner kommt nicht von ungefähr: Bereits 2012/13 konnte seine Familie den Titel gewinnen, und insgesamt standen sie bereits viermal unter den Top-20-Produzenten. Für Lackner spielte nicht nur seine »große Leidenschaft«, sondern auch das große Wissen seines Vaters eine entscheidende Rolle, der ihm vom Anbau bis zur Ernte und der weiteren Verarbeitung sekundiert. Ein gesunder Boden sei für sie der Schlüssel zu einem erstklassigen Öl, betont Lackner. Neben dem berühmten Kürbiskernöl produziert die Familie auch weitere Speiseöle wie Mohn-, Walnuss- und Sonnenblumenöl.

Die Top-Platzierungen des Championats

Platz zwei des Championats ging an die etablierten Produzenten Hubert und Elke Ottenbacher aus Mureck, die betonten: »Ein gutes steirisches Kürbiskernöl ist kein Himbeersaft.« Mit Fingerspitzengefühl und höchsten Standards in der Produktion haben sie sich ihren Platz in der Elite der Kürbiskernölhersteller erarbeitet.

Den dritten Platz erreichten Martina und Andreas Eberhardt aus Deutschlandsberg. Die Newcomer unter den Top-20-Produzenten führen ihren Erfolg auf leidenschaftliche Qualitätsarbeit zurück. Seit 1992 betreiben sie Kürbisanbau und legen großen Wert auf die sorgfältige Verarbeitung ihrer Kerne.

Strenge Kriterien bei der Verkostung

Bei der Bewertung spielten mehrere Faktoren eine Rolle. Hochwertiges Kürbiskernöl muss eine typische Zweifarbigkeit, dunkelgrün mit leicht rotbraunen Schimmern, aufweisen. Die Viskosität sollte so beschaffen sein, dass das Öl dickflüssig vom Löffel auf den Teller fließt. Der Geruch muss frisch und nussig sein, idealerweise mit Schokotönen und Brotrinde. Im Mund muss der Geschmack von Kürbiskernöl frisch sein und den Gaumen mit einem nussigen Geschmack nuanciert mit Schokotönen und Brotrinde umspülen.

Die »Ölmühle des Jahres«

Neben dem Hauptwettbewerb wurde auch die »Ölmühle des Jahres« ausgezeichnet. Diesen Titel holte sich die Ölmühle Kaufmann aus St. Veit in der Südsteiermark. Die Auszeichnung ehrt Ölmühlen, die sich durch besonders sorgfältige Arbeit bei der Verarbeitung der Kürbiskerne hervortun. Die Ölmühle Höfler und die Ölmühle Hartlieb belegten die Plätze zwei und drei.

Prominente Jury

Über 30 Spitzenköche, darunter Hubert Wallner und Christof Widakovich, waren Teil der Jury, die sich der anspruchsvollen Aufgabe stellte, die besten Öle zu bestimmen. Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer sowie zahlreiche Vertreter der Landwirtschaftskammer gehörten ebenfalls zu den Ehrengästen der Veranstaltung.

Die Qualität des diesjährigen Kürbiskernöls wird als außergewöhnlich hoch eingestuft. Dies lag auch an den idealen klimatischen Bedingungen des vergangenen Sommers, die den steirischen Ölkürbissen einen besonderen Reifeschub verliehen haben. »Die Kerne haben eine exzellente Qualität – sie versprechen jetzt schon, dass ein typisch nussig duftendes Grünes Gold in die Flaschen kommen wird«, sagte Franz Labugger, Obmann der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl.


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