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Auf ins Capri

Neueröffnung
Restaurant
Zürich
Italienische Küche

Das «Capri» im Zürcher Seefeld wurde soeben als Bistrot wiedereröffnet. Nach Jahren als italienisches Restaurant hat ihm ein talentiertes Team neues Leben eingehaucht. Serviert werden im Lokal mit grossstädtischen Charme zeitgenössische Gerichte mit klassischer Seele.

Am 12. Mai wurde das «Capri» an der Dufourstrasse wiedereröffnet. Nach Jahren als Seefelder Quartieritaliener hauchte ein neues All-Star-Team dem Lokal neues Leben ein. Hinter dem eleganten «Capri Bistrot» stecken «Rosi»-Mitinhaber Markus Stöckle, sein ehemaliger Sous Chef Charlie Aggett, Two Spice AG Gründer Daniel Kehl und seine Frau Ivona Kehl-Perkovic, die aus der Modebranche kommt. Dass jemand mit einem Händchen für Design involviert war, sieht man dem schönen Lokal an – es strahlt eine gewisse Grandezza aus, die man in Zürich nicht oft findet.

Besonders merkt man aber, dass die Küche vor Talent sprüht. Vor seiner Zeit im «Rosi» hatte der gebürtige Engländer Aggett bereits bei Sven Wassmer im «Memories» und im Drei-Sterne-Restaurant «Maaemo»  in Oslo gearbeitet – er hat also Erfahrung in der «Très Haute Cuisine». Im «Capri» kocht er aber ganz bodenständig: Spanischer Toast «Bikini», saftiger italienischer Gambero Rosso vom Grill mit Kapern, Rindsfilet mit Pfeffersauce oder Pouletschnitzel – die Karte ist gespickt von Klassikern, die gute Laune machen. Dabei wurden sie sanft an moderne Geschmäcker angepasst. Das Essen ist keinesfalls schwer, es gibt genügend Gerichte, die frisches Gemüse ins Rampenlicht rücken.

Fantastische Stimmung

Genauso gute Laune macht das Publikum, das in den ersten Tagen aus einer spannenden Mischung aus Zürcher «Szenis» verschiedener Generationen, Expats, Seefeld-Einwohnern und Leuten besteht, die bereits vorher gerne im «Capri» halt machten. Es ist ein Ort, der aus Freundschaft entstanden ist, zwischen Markus Stöckle, Ivona Kehl-Perkovic und Daniel Kehl, aber auch zwischen Markus Stöckle und Charlie Aggett.

Seinem ehemaligen Schützling liess Stöckle nicht nur bei der Gestaltung des Menüs viel Freiraum. Auch bei der Eröffnungsfeier am 14. Mai betonte er mehrmals, dass das «Capri» Aggetts Bühne sein soll, und nicht Stöckles Zweitlokal. Wenn es so weitergeht, wie es angefangen hat, war es der Startschuss einer erfolgreichen Zusammenarbeit, die hoffentlich lange andauert.

Larissa Graf
Larissa Graf
Autorin
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