»Best Pizza Chef 2025:« Francesco Martucci gewinnt internationalen Wettbewerb
Francesco Martucci aus dem italienschen Caserta wurde bei den »Best Pizza Awards« in Mailand zum weltweit besten Pizzabäcker gekürt. Vor Ort waren Über 500 Gäste aus der internationalen Pizzaszene.
Die dritte Ausgabe der »Best Pizza Awards« hat Francesco Martucci vom »I Masanielli« aus dem kampanischen Caserta gewonnen. Somit tragt er den Titel »Best Pizza Chef 2025« und gilt als einer der innovativsten Pizzabäcker Italiens. Seine Pizzen verbinden traditionelle Handwerkskunst mit moderner Technik: Charakteristisch ist sein »canotto«-Stil – ein hoher, luftiger Rand mit einem besonders weichen, lang fermentierten Teig. Berühmt wurde er unter anderem für seine »Pizza in drei Temperaturen« bei der die Zutaten nacheinander gedämpft, frittiert und im Ofen gebacken werden. Im »I Masanielli« kommen hochwertige, oft regionale Produkte wie San-Marzano-Tomaten und Büffelmozzarella zum Einsatz. Das Lokal selbst ist hochmodern ausgestattet – unter anderem mit Sous-vide-Geräten, Fermentern und Öfen mit bis zu 600 Grad – und versteht sich als Labor für zeitgemäße Pizzakunst. Martucci sagt: »Pizza ist für mich weit mehr als ein Gericht – sie ist Handwerk und Ausdruck zugleich. Diese Auszeichnung ehrt auch mein Team, das täglich mit Leidenschaft bei der Sache ist.«
Auf Platz zwei landete Franco Pepe von »Pepe in Grani« aus Caiazzo, der als eine Schlüsselfigur der terroir-orientierten Pizza gilt. Seine Philosophie basiert auf der konsequenten Verwendung lokaler Zutaten und der engen Zusammenarbeit mit Produzenten aus der Region. Der Teig wird von Hand geknetet, ohne Maschinen, und gärt über viele Stunden – das Ergebnis ist eine Pizza mit besonders leichter Textur. Bereits in den vergangenen Jahren wurde Pepe mehrfach als bester Pizzaiolo der Welt ausgezeichnet. Sein Restaurant gilt international als Referenz für Qualität und Authentizität in der neapolitanischen Pizza-Tradition.
Auf dem dritten Rang landete Gabriele Bonci, Gründer der »Pizzarium« in Rom. Bonci ist vor allem für seine kreative Interpretation der Pizza al taglio bekannt – der rechteckigen, in Stücke geschnittenen Pizza, wie sie in Rom traditionell angeboten wird. Sein Ansatz kombiniert Brotbacktechniken mit hochwertigen, oft biologischen Zutaten. Bonci experimentiert mit verschiedenen Mehlsorten, darunter Vollkorn und Dinkel, sowie mit natürlicher Fermentation und Wildhefen. Seine Pizzen zeichnen sich durch kräftige Aromen, ungewöhnliche Kombinationen und eine besonders luftige, teigige Konsistenz aus. Aufgrund seiner Innovationskraft und medialen Präsenz – unter anderem durch Auftritte in TV-Formaten – wird Bonci in Italien auch als »Michelangelo der Pizza« bezeichnet.
Vielfalt im Handwerk
Neben der Hauptkategorie wurden weitere Preise vergeben: Eloi Torrent aus Spanien, beispielsweise, wurde als Nachwuchspizzaiolo mit dem »The Best Pizza NextGen«-Preis ausgezeichnet.
»Unsere Plattform fördert den Austausch und die Weiterentwicklung der Pizza – von erfahrenen Profis bis zu jungen Talenten«, sagt Antonio Rutolo, Direktor der »Best Pizza Awards«. »Transparenz und Integrität sind uns dabei besonders wichtig.«
Die Best Pizza Awards gelten als eine der glaubwürdigsten Auszeichnungen im Bereich Pizza-Handwerk. Die Bewertung erfolgt durch ein unabhängiges Gremium aus 512 Expert:innen aus 60 Ländern.
Die vollständige Liste der Gewinner:innen und weitere Informationen finden Sie hier.