Die besten Pizzas in Bern
Bern kann Pizza: Zwischen Altstadt-Lauben, Quartierbeizen und hippen Pizzerien gehen hier Teigkunst und Belagperfektion eine erstaunlich enge Liaison ein. Wir haben uns durch die heissesten Öfen der Bundesstadt degustiert.
Azzurro Terra e Mare
Der Fokus des «Ristorante Azzurro Terra e Mare» liegt auf der mediterranen Küche. Lucy und Franco Marinelli haben zwei zum Konzept passende Räume: Der vordere Teil ist in erdigen Farben, der hintere Raum in Blautönen eingerichtet. Die Pizzas werden grosszügig belegt und bestehen aus Klassikern, aber auch aus kreativen Kombinationen. 30 Varianten stehen auf der Karte, darunter auch Spezialitäten des Hauses. Neben einer riesigen Auswahl gibt es auch wechselnde Monatspizzas oder vom Haus komponierte Spezialausgaben: Wie klingt Mozzarella, Scamorza-Käse, geräucherter Schwertfisch, roter Chicorée und Petersilie? Es ist die «Speciale Azzurro Pizza la Strambata». Fantastico!
Casa d'Italia
In der «Casa d'Italia» trifft sich die italienische Gemeinschaft in Bern seit den 1930er-Jahren. Das Küchenprogramm geht weit über Pizza hinaus, doch allein das Sortiment und die Varianten bei den belegten Teigfladen sind breit gefächert. Die schön dünnen Pizzas werden mit feinstem Mozzarella und unglaublich chüstigem Tomatensugo belegt. Ein schwarz-weisser Blickfang steht bei der Küche: Hier befindet sich der mutmasslich schönste Pizzaofen der Stadt.
Da Bucolo
Das «Ristorante Pizzeria Da Bucolo» wurde vom Weltmeister Mimmo Bucolo gegründet und wird heute von seiner Tochter Mirella gemeinsam mit ihrer Schwester in neuem, aufgefrischtem Ambiente weitergeführt. Der Familie Bucolo ist Qualität das Wichtigste, deshalb werden die Mehle von Mimmo persönlich ausgewählt. Die Auswahl an spannenden Pizza- und Pinsa-Kreationen sorgt dafür, dass niemals Langeweile auf der Gabel entsteht. Und auch Glutenallergiker kommen hier auf ihre Kosten: Der glutenfreie Teig ist das Ergebnis von über zwanzig Jahren Erfahrung und wird stetig weiterentwickelt. Ein separater Arbeitsplatz mit eigenem Ofen garantiert höchste Qualität.
Da Nino
Im «Da Nino» wird Pizza classica angeboten, mit sorgfältig geführtem Teig, hochwertigem Mehl und einem Rand, der Struktur gibt, ohne zur Hauptrolle zu werden. Knusprig gebacken, aromatisch, mit Biss – und trotzdem in der Mitte stabil. Die Auswahl ist vielseitig: Klassiker pur oder neu gedacht, viele vegetarische und vegane Kreationen. Man merkt, dass das Team besonderen Wert auf Konstanz legt, sodass jede Pizza gleich gut sein soll – unabhängig von Tageszeit oder Auslastung. Transparent und ohne Inszenierung: Wichtig sind gute Zutaten, saubere Prozesse und eine ehrliche Küche. Auch die Preise sind fair, damit sich jede oder jeder eine gute Pizza leisten kann.
Gio Pizza
Der lockere Pizza-Take-out «Gio Pizza» bietet schnelle, aber akkurat belegte Pizzas zum Mitnehmen. Besondere Aufmerksamkeit bekommt der Teig, dessen 40-stündige Reife für Leichtigkeit, Aroma und eine besonders gute Bekömmlichkeit sorgt. Die Pizzas werden präzise und ausgewogen belegt, mit aromatischer Tomatensauce, hochwertigem Fior di Latte und sorgfältig ausgewählten frischen Zutaten. Neben Klassikern hat «Gio Pizza» eigene Kreationen entwickelt: Nuova York mit Pastrami und hausgemachter Honey-Mustard-Sauce, die italienische Technik mit amerikanischen Einflüssen verbindet. Ebenfalls fein ist die Pistacchiosa mit Mortadella, hausgemachtem Pistazienpesto, Stracciatella di Burrata und Pistaziengranulat. Glücklicherweise liefert das «Gio»-Team auch nach Hause.
Luce
Das «Ristorante Luce» und die «Galleria Luce» von Stevo und Nilo Nilovic bieten ein breites Angebot an Antipasti, Pasta (Primi) sowie Secondi und natürlich Pizza. Diese stehen innert Minuten auf dem Tisch und dampfen wunderbar, der Boden ist kross, der Belag klassisch, der Geschmack fantastico. Eng gestuhlt, grandiose Atmosphäre, hohe Frequenz. Das ist wahre Italianità!
Piazza Vittoria
Im authentischen Lokal trällert aus dem Radio italienische Musik, es wird euphorisch geschwatzt und grandios gebacken. Im «Piazza Vittoria» gibt es Pizza mit dünnem, weichem Kern und luftigem Cornicione (Rand). Der Gusto und die Luftigkeit entstehen durch die sogenannte Biga-Methode, bei der man einen Vorteig 48 Stunden aufgehen lässt. Reservation ist Pflicht, denn auch wenn das Lokal anständig gross ist, sind meist alle Plätze zu den regulären Essenszeiten gut gebucht.
Più
Das Ristorante «Più» setzt auf Pizza Napoletana. Das Erfolgsrezept ist einfach: der Teig. Zwei Tage gereift, kein Öl, stattdessen viel Leidenschaft und Geduld. Dann 400 Grad Hitze, 60 Sekunden im Ofen. So wird die Pizza luftig, aromatisch und vom Feuer geküsst. Der Gastraum am Kornhausplatz ist mit tollen Kunstwerken eingerichtet, hell und offen, sodass man den Pizzaiolos beim Arbeiten zuschauen kann. Unter den altehrwürdigen Arkaden fühlt man sich wie in einem Fellini-Film. Nur moderner: Pizza, Licht, Design, Atmosphäre – tutto perfetto.
Sicula
Massimo Calandra hat kein Restaurant, sondern betreibt eine Mikro-Backstube mit Take-away in einem Innenhof. Seine römischen Pizzas sind auf Sauerteigbasis und mit Berner Bio-Produkten hergestellt. Die Pizzastücke – Pizza en pala genannt – werden vitaminreich und grosszügig belegt. Ganz neu werden im «Sicula» auch die klassisch runden Pizzas angeboten. In der Warteschlange kommt man sofort mit anderen ins Gespräch, und im Nu ist das Bestellte parat. Luftig und knusprig zugleich.
Wander
Eingebettet im Tennisareal essen im «Restaurant Wander» nicht nur Sportler:innen und Tennisspieler:innen. Nikola Djurdjevic, der das Lokal führt, setzt auf Pizza Napoletana Contemporanea. Das Rezept und die Herstellungsweise sind handwerklich anspruchsvoll: Der Teig basiert auf einem Vorteig, der 48 Stunden reift. Anschliessend wird daraus ein Hauptteig mit 82 Prozent Hydration hergestellt. Diese Methode erfordert viel Zeit, Erfahrung und Präzision. Genau das schmeckt man: eine aussergewöhnliche Textur, hohe Bekömmlichkeit und eine deutlich höhere Qualität. Deshalb hat sich die «Wander»-Pizza über den roten Tennisplatz hinaus einen Namen gemacht.