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Katrin Jordi und Fabienne Bateza.

Katrin Jordi und Fabienne Bateza.
Foto beigestellt

Casse-Croûte bei den Berner CoolCats

Pop-up
Bern

In der Bistro-Bar «Viktor» im Lorrainequartier in Bern gastieren gerade zwei Köchinnen. Mit viel Elan und einem französischen Imbiss.

Was weisse Tischtücher und Kerzenschein ausmachen, zeigt sich in der Bistro-Bar «Viktor» am Viktoriaplatz. Zum dritten Mal haben Gastköche den Herd im Rahmen der «CoolCats»-Serie übernommen, dieses Mal sind es zwei Köchinnen: Fabienne Bateza und Katrin Jordi tischen französische Klassiker auf. «Casse-Croûte», wie es unsere Ländernachbarn nennen – einen kleinen Imbiss. Jordi richtet gerade röstbraune Zwiebelhälften auf einem hübschen Porzellanteller an.

Sie ist Pop-up-erprobt, letztes Jahr arbeitete sie in der «Markuskirche», die weit über die Stadtgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit sorgte. Ihre Kochpartnerin Bateza hat im «Schweizerhof Bern» gelernt, arbeitet mal in den Bergen und mal am See, auf einer Alp oder im Seeländer Spitzenlokal «Aux Trois Amis». Und zum guten Glück gerade hier im «Viktor».

 

Aufgetragen wird ein Mehrgangmenü für knapp 100 Franken. Organisierte Vegetarier:innen melden sich an, dann gibt es das passende Menü. Schon etwas schade vielleicht, denn die französische Küche lebt von all diesen speziellen Fleischrezepten. Wer nur naschen will, bestellt eine hausgemachte Paté, die mit gepickeltem Rettich, Radiesli und Essiggürklein getoppt ist. Und die Metzgerei Cochon Rose war mit dem Sülzlein sehr generös. Dieses Gericht löst ein Tischgespräch mit Fremden aus, mit denen man sich über Grossvaters Zvieri-Gepflogenheiten austauscht. Danach lässt man fremde Finger aus dem eigenen Teller probieren.

Die Gründer des «Viktor» setzen auch im Alltag auf ein lockeres, stets wechselndes Menü. Mal gibt es Focaccia, Fleischkuchen oder Frühstück zum Abendessen. Ihr Menü bleibt den ganzen Tag und abends stehen. So kommt ihre Idee für die Serie «CoolCats» als wunderbare Abwechslung, die den Gästen zu gefallen scheint. Am besuchten Abend ist jeder Platz besetzt. Und die Kellnerinnen verkünden, dass das Pop-up bis am 1. März verlängert wird. Na dann, allez hopp!


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Claudia Salzmann
Autorin
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