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Der Hackbraten.

Der Hackbraten.
Foto beigestellt

Das Comeback der «Oepfelchammer»

Eröffnung
Restaurant
Zürich

Die «Oepfelchammer» ist zurück! Nach einer überraschenden Schliessung und dem Rückzug der bisherigen Betreiber wagt das traditionsreiche Zürcher Lokal einen Neustart – mit bewährten Klassikern, einem modernen Konzept und neuen Gesichtern.

Ein traditionsreiches Zürcher Lokal meldet sich zurück: Die «Oepfelchammer», die nach sechs Jahren Betrieb ihre Türen schliessen musste, wagt einen Neuanfang. Der bisherige Betrieb meldete Konkurs an, was selbst Andreas Himstedt, den Eigentümer des Lokals, unerwartet traf. «Das kam für mich völlig überraschend», sagt Himstedt im Gespräch mit Falstaff.

Nach kurzer Überlegung entschied er, das Restaurant selbst weiterzuführen – aber nicht allein. «Ich musste einen guten Küchenchef finden», erzählt er. In diesem Moment stapft Karim Schumann die knarrenden Treppen des alten Hauses hinauf in den ersten Stock. «Genau so habe ich ihn kennengelernt», erinnert sich Himstedt. «Wie aus dem Nichts tauchte er auf.» Und glücklicherweise sei Schumann sofort begeistert gewesen von der Idee, das historische Restaurant neu zu beleben.

Küchenchef Karim Schumann (l.) und Gastgeber Andreas Himstedt (r.).
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Küchenchef Karim Schumann (l.) und Gastgeber Andreas Himstedt (r.).

Himstedt kommt ursprünglich aus der Finanzbranche, hat aber einen persönlichen Bezug zur «Oepfelchammer»: Seine Mutter führte das Lokal ab 1995 selbst. Aus Erfahrung wisse er, dass das Geschäft immer gut lief, wenn seine Familie den Betrieb führte. Karim Schumann arbeitete zuvor in verschiedenen renommierten Restaurants wie dem «Münsterhöfli» in Zürich und dem «Vitznauerhof» am Vierwaldstättersee.

Business Lunch, Klassiker und moderne Kreationen

Während sich Himstedt um Empfang, Wein und Gäste kümmert, übernimmt Schumann die kulinarische Leitung. Die Speisekarte bietet gutbürgerliche Küche mit einem modernen Twist. Hochwertige Produkte und Qualität stehen dabei im Vordergrund. «Ich habe viele Freiheiten bekommen und so ist die Speisekarte ganz natürlich entstanden. Sie wechselt mit jeder Saison», erklärt Schumann. Das Konzept beschreibt er als Selbstläufer.

Die «Oepfelchammer» setzt auf eine wöchentlich wechselnde Mittagskarte, einige Dauerbrenner, aber auch Neunterpretationen. Wie zum Beispiel eine zart gegarte Tranche vom Skrei mit gebackenem Sushi-Reis, Ingwer-Kohlrabi und Miso Beurre Blanc. Besonders beliebt ist Schumanns Hackbraten. Ein Signature Dish? Inzwischen schon. «Die Gäste reservieren und fragen dann gezielt danach», so der Küchenchef. Die Idee dafür kam ihm, weil er ihn selbst gerne isst. «Woanders ist Hackbraten oft sehr kompakt, bei uns ist er relativ locker.» Neben dem Hackbraten bleibt das Zürcher Geschnetzelte nach wie vor als Klassiker auf der Karte. Und natürlich dürfen die legendären Apfelküchlein nicht fehlen.

Als Weinkenner – er lebt selbst in Frankreich – legt Himstedt grossen Wert auf das Sortiment. «Ich kenne eigentlich alle Winzer persönlich.» Das Schweizer Weinangebot möchte er noch weiter ausbauen, danach kämen italienische und spanische Weine dazu, wie er verrät. Auf jedem Tisch stehen ein paar Flaschen Wein, «um dem Gast zu zeigen, was wir zu bieten haben», heisst es.

Mit einem Mix aus Tradition und neuen Ideen beginnt für die «Oepfelchammer» ein neues Kapitel. Das Logo wurde modernisiert, und auch das Interieur erstrahlt in frischem Glanz. Es scheint sich richtig anzufühlen. Die Türen stehen wieder offen – ob für neue Gäste oder alte Stammkund:innen.


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Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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