Lalique übernimmt Zürcher Seidenlabel Fabric Frontline
Die Lalique Group hat eine Vereinbarung zur Übernahme des traditionsreichen Seidenlabels Fabric Frontline unterzeichnet. Ziel ist die Erhaltung und Wiederbelebung der Marke.
Der internationale Ruhm des Labels Fabric Frontline gründete auf den künstlerischen Designs, den hochwertigen, in den Seidenmetropolen von Norditalien produzierten Stoffen und dem aufwändigen traditionellen Druckverfahren. Gegründet wurde das Unternehmen 1980 vom «Zürcher Seidenkönig» Andi Stutz und seinen beiden Schwestern. Seit 2012 ist es in der Hand des Schweizer Seidenhandelsunternehmens Trudel Fashion Group. In seiner Hochblüte arbeitete Fabric Frontline mit Couturehäusern wie Hermès, Chanel, Dior, Nina Ricci oder Vivienne Westwood zusammen.
Nachdem Trudel Fashion diesen Sommer bekannt gab, den Betrieb des Labels einzustellen, übernimmt nun ein neues Unternehmen: Die Lalique Group wird ab 2023 die Geschäftstätigkeit von Fabric Frontline fortsetzen. Für den künftigen Vertrieb setzt man auf eigene interne und externe Kanäle, die Zürcher Boutique wird allerdings nicht übernommen.
Die Zugehörigkeit zur Lalique Group sollen gruppeninterne Kooperationen vereinfachen – beispielsweise Foulard-Kollektionen und Accessoires im Co-Branding oder Textilanwendungen aus Seide für Inneneinrichtungen. Zudem wird Lalique künftig das Zürcher Traditionshotel «Villa Florhof» betreiben, dessen Name an die einst auf dem Areal gelegene Seidenhandlung erinnert.
«Fabric Frontline passt bestens zu unserer im Luxusbereich breit diversifizierten Gruppe und bietet zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten. Bereits René Lalique kreierte vor 100 Jahren Seidenschals, deren Designs wie jene von Fabric Frontline oft von der Pflanzen- und Tierwelt inspiriert waren. Zudem ist es uns ein Anliegen, das Zürcher Traditionslabel zu erhalten. Aufbauend auf ihrer ruhmreichen Geschichte, wollen wir die Qualitätsmarke in eine erfolgreiche Zukunft führen», so Roger von der Weid, CEO von Lalique Group.