Lavazza 4-Hands-Dinner: Kulinarisches Duett mit Arne Anker
Ende September lud Lavazza zu einem besonderen Dinner an die Geburtsstätte des Unternehmens in Turin. Mit dabei: Markenbotschafter Arne Anker vom Berliner Restaurant »Brikz«. Gemeinsam mit seinem italienischen Kollegen Gabriele Eusebi kreierte er ein Menü, das nicht nur den Kaffee selbst, sondern auch die Philosophie des Hauses in den Fokus rückte.
Am Ausgang des Lavazza Museums in Turin prangt das Zitat: »Kaffee ist immer der Anfang von irgendetwas: ein Treffen, eine Pause, ein Moment des Teilens«. Für den Berliner Koch Arne Anker markierte er 2021 der Beginn einer Zusammenarbeit, die ihn jüngst an die Geburtsstätte der Traditionsfirma führte. Gemeinsam mit seinem italienischen Kollegen Gabriele Eusebi kochte er dort einen Abend lang, um ihre gemeinsame Leidenschaft – das Schaffen einzigartiger kulinarischer Erlebnisse – mit den Gästen zu teilen. Ganz im Sinne des Kaffees.
Zwar lohnt sich das Museum allemal, um schlaue Dinge über Kaffee zu lernen oder tiefer in die Familien- und Firmengeschichte einzutauchen, doch für wahre kulinarische Höhepunkte sind andere Orte besser geeignet – und auch sie gehören zur Geschichte. Da wäre zum Beispiel das 2018 eröffnete Restaurant »Condividere« ( zu Deutsch »Teilen«) direkt gegenüber des Museums, das in Zusammenarbeit mit keinem Geringeren als Ferran Adrià die kulinarische Messlatte der Stadt deutlich angehoben hat. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant ist jedoch weit mehr als nur eine Erweiterung des Lavazza-Portfolios – es verkörpert die enge Verbindung des Unternehmens zur Spitzengastronomie weltweit. Das erklärte Ziel: die Aromen des Kaffees an den Orten zu entfalten, an denen sie am meisten geschätzt werden, und das über das klassische Kaffeekochen hinaus.
Die Kunst des Blendings
Mit Arne Anker, der in Berlin Charlottenburg das Restaurant »Brikz« betreibt, dem Hamburger Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling und Norbert Niederkofler, einem der renommiertesten Köche Südtirols, hat Lavazza auch im deutschsprachigen Raum starke Markenbotschafter gefunden, die Kaffee nicht nur als morgendlichen Wachmacher betrachten, sondern als vielseitigen Genussfaktor.
Neben dem »Condividere« gibt es allerdings einen noch geschichtsträchtigeren Ort, ohne den es Lavazza in seiner heutigen Form wohl nicht gäbe: die Via San Tommaso 10. Hier eröffnete Luigi Lavazza 1895 einen kleinen Lebensmittelladen, wo seine Leidenschaft für Kaffee begann. Von der Faszination getrieben, begann er mit verschiedenen Kaffeebohnen zu experimentieren und studierte die Kunst des Blendings. Diese ersten Mischungen, die Luigi Lavazza entwickelte, legten den Grundstein für den weltweiten Erfolg der Marke.
In vierter Generation
In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Unternehmen beständig und machte sich nicht nur durch seine Qualität, sondern auch durch Innovationsgeist einen Namen. In den 1950er Jahren revolutionierte das Unternehmen den Kaffeemarkt in Italien, indem es als eines der ersten vakuumverpackten Kaffee einführte. Diese bahnbrechende Neuerung sorgte dafür, dass das Aroma des Kaffees länger erhalten blieb und legte den Grundstein für die Verbreitung von Lavazza – zunächst landesweit und später auf der ganzen Welt.
Bis heute ist Lavazza ein Familienunternehmen, das in vierter Generation geführt wird. Zu dieser Generation gehört auch Marco Lavazza, Vizevorsitzender und Urenkel des Gründers. Dort, wo sein Urgroßvater einst den Grundstein für das heutige Unternehmen legte, begrüßt Marco Lavazza Ende September rund 30 Gäste im Ristorante »San Tommaso 10«. Vom einstigen Lebensmittelladen im Herzen der historischen Innenstadt ist nur noch wenig übrig geblieben – nur im Empfangsbereich kann man erahnen, dass hier früher Viktualien, vor allem aber Kaffee, über die Ladentheke gewandert sind.
Im Zeichen des (Kaffee-)Genusses
Nach einer umfassenden Renovierung erstrahlt das Restaurant seit Mai letzten Jahres in neuem Glanz. Das Interieur vereint geschickt traditionelle und moderne Designelemente, inspiriert von den historischen Lebensmittelgeschäften und den berühmten Wahrzeichen Turins wie der Mole Antonelliana und der Basilika von Superga.
Für die kulinarischen Meisterwerke ist hier seitdem Gabriele Eusebi verantwortlich, der bereits bei der Eröffnung des »Condividere« eine Schlüsselrolle spielte. Im historischen Ambiente der Via San Tommaso bringt er seine innovative Herangehensweise ein und interpretiert klassische italienische Gerichte auf erfrischend neue Weise.
Gemeinsam mit Marco Lavazza und Arne Anker stimmt er die Gäste auf einen Abend ein, der ganz im Zeichen des (Kaffee-)Genusses steht. Das Menü zelebriert die verbindende Kraft von Kulinarik und Kaffee zwischen den Kulturen.
Mutige Entscheidungen
Den Auftakt macht die Gewürz-Consommé »1895«, eine Hommage an Lavazzas exklusive »1895«-Barista-Blends. Sie haben es dem Berliner Koch besonders angetan, und weil sie in Deutschland nicht erhältlich sind, landet vor der Abreise eine große Auswahl in den am Abend geleerten Koffern. Sie waren zuvor mit Lebensmittel gefüllt, die Anker aus Deutschland mitbrachte, um mit ihnen seinen Teil des Menüs zu kreieren. Als Norddeutscher ließ er sich es deshalb auch nicht nehmen den Gästen ein Fischbrötchen »Brikz Art« zu servieren. Es passte hervorragend zur Neuinterpretation einer sizilianischen Cassata. Doch statt die Schichttorte wie üblich als Dessert zu servieren, erschien sie bereits zur Vorspeise auf den Tellern – in Form eines russischen Salats.
Im Anschluss beweist Anker Mut und wagt sich nicht an irgendein italienisches Gericht, sondern gleich an Agnolotti. Die gefüllten Nudeltaschen sind eine Spezialität im Piemont, sie als Deutscher in Italien zuzubereiten sei deshalb verrückt, wie einige Gäste zuvor urteilen. Sie werden von Anker persönlich angerichtet und mit frischen Herbsttrüffel verfeinert. Skeptische Blicke verwandeln sich in Sekundenschnelle in ein zustimmendes Nicken. Nur die strengsten Italiener hätten die Pasta einen Augenblick früher aus dem Wasser genommen.
Der Anfang von etwas Neuem
Der Abend endet, wie sollte es anders sein, mit einem kräftigen Espresso – rund 30 Milliarden Tassen Lavazza werden übrigens jährlich auf der ganzen Welt getrunken. Wem die Kaffeenoten in den herzhaften Gängen zu ungewöhnlich waren, konnte sich nun auf den klassischen Einsatz der Bohne freuen – in Kombination mit Schokolade oder als zarte Creme.
Kaffee ist immer der Anfang von irgendetwas: ein Treffen, eine Pause, ein Moment des Teilens.
Aus der Küche tauchen schließlich zwei sichtlich glückliche Köche auf. Anker fragt gespannt: »Wie war die Pasta?«, und scherzt, dass er Eusebi gerne sein Rezept verraten würde – und das sogar auf Italienisch. Denn, wie er selbst sagt, reicht die Liebe zu italienischem Kaffee nicht allein aus, um Markenbotschafter für ein italienisches Unternehmen zu sein. Italienisch zu lernen ist für Anker aber nicht nur aus beruflichen Gründen eine Herzensangelegenheit – seine Lebensgefährtin stammt ebenfalls aus Italien.
Auch sie wird sich über den Nachschub an Kaffee freuen. Denn selbst in Berlin wird er wieder der Anfang von etwas Neuem sein – ganz so, wie es das Zitat von Luigis Urenkelin Francesca Lavazza verspricht: Kaffee erinnert an Begegnungen, die oft der Beginn von etwas Großem sind.
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