Unser Restaurant-Tipp der Woche: «Klosterhalle»
Die «Klosterhalle» ist ein modernes Lokal in alten Gemäuern.
Die «Klosterhalle» im Herzen der Schaffhauser Altstadt ist ein Ort der Kontraste – und der spannenden Fusionen. Das gilt genauso für die moderne, elegante Einrichtung im Kontrast zu den sichtbaren, historischen Klostermauern sowie für das Konzept, das zwischen Restaurant, Bar und Club pendelt. Schliesslich ist dieser Mut zu Gegensätzlichem auch in den Kreationen des jungen Küchenchefs Neriah Aventaggiato deutlich zu spüren.
Das Menu bewegt sich irgendwo zwischen Asien, Italien und Frankreich, die Kombinationen sind teils mutig und oft auf überraschende Weise unwiderstehlich. Zu den Highlights auf dem Menu gehörte bei unserem Besuch etwa eine Vorspeise aus Calamari, Yuzu, Gurke, Preiselbeeren und Ziegenkäse, die mit der Frische und der Harmonisierung ungewohnter Aromen überzeugte. Auch der offene Raviolo mit Chili-Maiscreme, Popcorn, geräuchtem Frischkäse und Limetten-Gel begeisterte – ein Gericht, für das sich die Einkehr allein schon lohnt. Auch das Dengaku vom Sellerie mit Quinoa, Sesam und Cashews ist in Erinnerung geblieben. Dengaku? Der geduldige und sehr zuvorkommende Service um Jonas Meinhold erklärte uns den Teller – eine Abwandlung der japanischen Miso-Aubergine – mit Witz und Charme.
Zu erwähnen ist auch die Weinauswahl, die – wie kaum anders zu erwarten – zwischen Klassik und Moderne wechselt. Hier kommen Naturweintrinker:innen genauso auf ihre Kosten wie Fans gereifter Bordeaux. Auf dem Menu stehen übrigens auch Klassiker wie Café de Paris oder Tiramisu, doch es lohnt sich, in der «Klosterhalle» auch Neues zu wagen. Einziger Kritikpunkt: Einige Gerichte waren vielleicht etwas zu süss abgeschmeckt. Doch das bleibt ein Detail.
8200 Schaffhausen
Schweiz