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Zürich: Das neue Wohnzimmer für Latino-Lovers

Neueröffnung
Restaurant
Lateinamerika
Dinner
Brunch
Bar
Zürich

Im ehemaligen «Kosmos» gibt es Kulinarik mit Karacho: Das neu eröffnete «Casi Casa» serviert authentische Latin-Küche und bietet einen Ort, der Menschen verbindet.

Dass hier viel Herzblut drin steckt, merkt man sofort. Im neu eröffneten «Casi Casa» an der Lagerstrasse gibt es eine ordentliche Portion Lateinamerika. Vibes, Aromen und Gastfreundschaft inklusive.

Hinter dem Konzept steht Federico Freiermuth, der mit 19 Jahren von Ecuador in die Schweiz kam. Nach seinem Abschluss an der Hotelfachschule Luzern gründete er die Damn Delicious GmbH. 2017 eröffnete er mit einem Kollegen das Hot-Dog-Pop-up «Dogfather». Seit 2018 ist er Inhaber von der Quartierbeiz «Weisses Rössli» und 2021 eröffnete er das «Coffee & Plants» im Sihlcity. Doch sein grosser Traum folgte erst noch.

Die Idee einen Ort für all jene zu schaffen, die das Latino-Feeling aus den Ferien, der Kindheit oder der Heimat vermissen, hatte er schon lange. Als er die Location zwischen Europaallee und Langstrasse nach über vier Jahren entdeckte, war der perfekte Ort gefunden. «Die Europaallee widerspiegelt meine schweizerische Seite, die Langstrasse meine lateinamerikanische. Und an der Ecke, wo sie sich treffen, steht jetzt das ‹Casi Casa›», erzählt Federico begeistert.

Federico beschreibt den neuen kulturellen Treffpunkt als modern, aber dennoch locker. Begrüsst werden die Gäste auf Spanisch – das soll ihnen ein Gefühl von Zuhause vermitteln. Aber auch Nicht-Spanischsprachige sind herzlich willkommen. «Es ist ein Ort für alle, die an unserer Kultur und Kulinarik interessiert sind», betont Federico. Ein Ort, an dem man sich trifft, austauscht – und vielleicht sogar Freundschaften schliesst.

Vielfalt auf der Karte

Kulinarisch geht es einmal quer durch Lateinamerika: von mexikanischen Tacos, ecuadorianischen Ceviches über kolumbianische Arepas bis hin zu argentinischem «Ojo de Agua Rib Eye». Auch spanische Empanadas, die ihren Ursprung in Galicien haben und durch die Kolonialisierung ihren Weg nach Lateinamerika fanden, stehen auf der Karte. Besonders beliebt sind die Desserts. Zum Beispiel der «Volcán de dulce de Leche», ein Lavakuchen mit süsser Karamellcreme im Inneren, oder Churros mit Zimt und einer Kaffee-Schokoladen-Sauce.

 

Für authentischen Geschmack sorgt der kolumbianische Küchenchef Andres Pedraza. Shrimps und Lachs stammen aus Schweizer Zuchten, Yucca und Habaneros werden importiert – denn offenbar ist es nicht einfach, diese Zutaten hierzulande in hoher Qualität zu finden. «Wir versuchen die Aromen unserer Kindheit mit den bestmöglichen verfügbaren Zutaten nachzuempfinden», erklärt Federico.

Von Donnerstag bis Samstag legt abends ein:e DJ auf. Die cognacfarbene Couch lädt zum Chillen ein und an der grossen Beton-Bar gibt es feine Drinks. Platz zum Tanzen ist allemal genug. Man muss sich nur trauen – wie die Latinos eben.

Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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